Produktnews Fliegenplage: Präventive Bekämpfung der Maden

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Fliegen – sie übertragen Krankheiten, verursachen wirtschaftliche Schäden und sorgen für Unruhe im Stall. MS Schippers hat ein Produkt entwickelt, das die Insekten präventiv bekämpfen soll.

Fliegen im Stall sind nicht nur  lästig, sie können zu wirtschaftlichen Einbußen führen, in dem sie Krankheiten übertragen und Stress bei den Tieren auslösen. Dabei sind nur 15 % der Gesamtpopulation erwachsene Fliegen, der Rest befindet sich in Form von Eiern, Maden und Puppen in Gülle oder Futterresten.

MS Schippers stellt dazu ein neues Fliegenbekämpfungsmittel vor, den „MS Madentod Plus“. Es verhindert spezifisch die Häutung der Maden und stoppt damit die Entwicklung zur erwachsenen Fliege.

Das Produkt ist pulverisiert, wasserlöslich und laut Hersteller nicht giftig. Bisher wurden keine Resistenzen gefunden. Es beinhaltet Cyromazin, das nur die Fliegenmaden und keine nützlichen Insekten bekämpfen soll. Das Fliegenbekämpfungsmittel muss laut MS Schippers auf Brutplätzen in Ställen und Buchten angewandt werden, die Tiere müssen den Stall dabei nicht verlassen. Nach ein paar Wochen kann dann ein Rückgang der Fliegenpopulation gemessen werden, da die alten Fliegen sterben und keine neuen entstehen.


Mit Material von MS Schippers

Konzeptstudien zum "Stall der Zukunft"
  • Das KTBL hat im Sommersemester 2016 einen Ideenwettbewerb für Studierende der Architektur ausgelobt. Mehr als 80 Teilnehmer der Universitäten in Braunschweig, München, Kaiserslautern und Weimar haben ihre Entwürfe zu Milchviehställen, Mastschweinen und Legehennen eingereicht. Das Planungsgebiet befand sich am Ufer des Ammersees (siehe Bild). Aus der großen Vielfalt an Ideen prämierte die Jury unter dem Vorsitz von Professor Felix Waechter (TU Darmstadt) 13 Siegerprojekte. Hier sehen Sie eine Auswahl der Studien mit kurzen Beschreibungen der Jury:

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  • 3. Preis Milchviehstall: Nina Plenk, TU München In dem zweigeschossigen Volumen sind die Flächen für laktierende Kühe untergebracht. Die eingeschossigen Zwischenzonen nehmen die beiden automatischen Melksysteme sowie Sonderbereiche für abkalbende und kranke Kühe auf.

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  • 1. Preis Milchviehstall: Kerstin Bücker, Bianka Golla, TU Braunschweig Die Grundstruktur des Entwurfs basiert auf einem Stützenraster mit auskragenden rautenförmigen Dachelementen. Der Milchviehstall für 150 Kühe wird als Freiluftstall konzipiert, in dem die Leistungs- und Altersgruppe der Herde jeweils ihre eigenen Bereiche erhalten.

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  • 1. Preis Milchviehstall: Kerstin Bücker, Bianka Golla, TU Braunschweig Konische Hohlstützen aus Holz bilden das Haupttragwerk und dienen als Verteiler für ein automatisches Fütterungssystem.

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  • Anerkennung Legehennenstall: Doris Astner, TU München Ein Hühnerhaus auf drei Ebenen, übereinander geschichtet in Brettstapelbauweise. Über den Kaltscharraum auf der unteren Ebene erreichen die Hennen den Auslauf. Konzipiert für 200 Legehennen.

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  • 2. Platz Legehennenstall: Jonathan Auer, TU München Eine Hofanlage aus vier gleich großen Einheiten, die um einen bestehenden Baum gruppiert wird. Die umgebenden Flächen dienen als Ausläufe für die Hühner. Im Inneren des Stallgebäudes sind vieretagige Volieren, dieser Bereich ist mit Brettstapelelementen geschlossen.

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  • 1. Platz Legehennenstall: Iris Sitbon, TU München Die Konstruktion baut auf einer einfachen Zangekonstruktion (großes Model hinten) auf. Durch die räumliche Aufweitung vergrößern sich im Innenraum die Bereiche für die Sitzstangen. Unter dem Stall (kleines Modell vorne) für 3.000 Hühner zieht sich der Kaltscharraum im Übergang zum Auslauf durch.

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  • Anerkennung Mastschweinestall: Marlene Märkl, TU München Das historische Vorbild des Vierseitenhofs wird für den Entwurf des Mastschweinestalls am Standort neu interpretiert. In den Buchten für je 30 Schweine ist der Fressbereich mit den Futterautomaten zum Innenhof orientiert. Das Tragwerk ist für einen Hebekran ausgelegt, mit dem Stroh ein- und ausgelagert werden kann.

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  • 2. Platz Mastschweinestall: Roland Schafroth, TU München Das Stallgebäude ist nicht mehr als ein Gerüst, das das schützende Dach trägt. Der Stall ist in drei Klimazonen aufgeteilt. Insgesamt sind 38 Buchten für jeweila 26 Schweine vorgesehen.

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  • 1. Platz Mastschweinestall: Jörn Friedrich Hilker, TU Braunschweig Ein Cluster von Rundbauten. Zwei größere (für die Mast) und ein kleinere Rundgebäude (für die Ferkleerzeugung) bilden ein Modul, das unregelmäßig addiert wird. Die begrünten Dächer bilden eine zweite Ebene der Erschließung.

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  • 1. Platz Mastschweinestall: Jörn Friedrich Hilker, TU Braunschweig Die Konstruktion der Rundställe ist als Holzskelettbau mit geringen Spannweiten konzipiert.

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  • Sonderpreis: Tobias Bierler, Johannes Pointner, TU München Suffizienz ist das Ziel dieses Entwurfs. Nur das nehmen, was tatsächlich vorhanden ist.Ausgehend von dem Gedanken, dass die Natur dem Menschen das Limit setzt, wird der vorgegebene Standort als Rahmen für den Entwurf gesetzt. Die vorhandenen Gebäude werden lediglich umgebaut.

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  • Im Rahmen der KTBL-Tage 2017 in Berlin wurden die Gewinner des Ideenwettbewerbs ausgezeichnet.

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