Aufreger der Woche Hendricks Bauernregeln: 'Sprüche verhöhnen jeden ausgebildeten Landwirt'

Hendricks Bauernregeln © BMUB/Thomas Imo Bild vergrößern
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Mit ihren neuen Bauernregeln provoziert Unmweltministerin Barbara Hendricks viele in der Agrarbranche. Die Reaktionen unserer Leser sind eindeutig.

"Zu viel Dünger auf dem Feld geht erst ins Wasser, dann ins Geld." Mit Sprüchen wie diesen bewirbt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) seit Donnerstag ihre neue Kampagne unter dem Motto "Gut zur Umwelt. Gesund für alle". Die Aktion fällt mit dem Start der öffentlichen Konsultation der EU zur Zukunft der europäischen Agrarpolitik zusammen. Erklärtes Ziel der Ministerin ist, "für eine naturverträgliche Landwirtschaft und eine Reform der europäischen Agrarförderung zu werben".

Der Aufschrei in der Branche blieb nicht lange aus. So sieht der Landesbauernverband Schleswig-Holstein mit dieser Kampagne "eine bewusste Absage an jede Form der sachlichen Zusammenarbeit". Auch unsere facebook-User haben ihre Meinung zu der Aktion der Umweltministerin.

'Hendricks bereits im Wahlkampfmodus'

Dirk schreibt: "Ich fühle mich durch die Kampagne beleidigt und den Berufsstand verunglimpft. Bauernregeln sind zwar witzig, aber man könnte sich auch auf eine professionelle und fachliche Ebene begeben. Offensichtlich befindet sich Frau Hendricks schon im Wahlkampfmodus."

Josef schreibt uns auf facebook: "Solche Sprüche haben nichts mit moderner Landwirtschaft zu tun. Leute die sowas erfinden oder in Auftrag geben, haben von Landwirtschaft weniger Ahnung als eine Kuh vom Eislaufen."

In die gleich Richtung geht ein Kommentar von Dennis: "Mich würde mal ernsthaft interessieren, ob Leute die diese Sprüche reißen jemals mehr mit Landwirtschaft am Hut hatten als Kresse auf dem Fensterbrett zu ziehen."

'Form ist äußerst fragwürdig'

"Diese ganze Kampagne impliziert die Annahme, dass zumindest ein Teil der Landwirte diese "Regeln" nicht beachtet. Alleine die angebliche Problematik in solch einer Form angehen zu wollen ist äußerst fragwürdig und lässt an der Kompetenz von Ministerin und Ministerium zweifeln!" findet Jan.

"Wer gibt diesem Ministerium eigentlich das Recht so mit Steuergeldern umzugehen? Ist Landwirtschaft in Deutschland so ein Problemfall, dass man sich darauf einschiessen muss mit unterirdischen Kampagnen?"fragt sich Dennis.

Dem pflichtet Daniel bei: "Diese Kampagne wird wieder in die Millionen gehen und ist im Prinzip für die Tonne. Solche Sprüche verhöhnen jeden ausgebildeten Landwirt."

'Außenwirkung der Kampagne bedenklich'

Jens schreibt: "Kooperativ ist das nicht, um sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen die Landwirtschaft voran zubringen."

Hans-Peter schreibt: "Dieser Frau Hendricks wünsche ich Nichts schlechtes. Nur drei trockene Jahre weltweit. Sie soll im Geschäft vor leeren Regalen stehen. Das das Ausland dann gleich weiß, was das Lebensmittel kostet, wenn wir es brauchen."

Jan bringt einen weitern Aspekt ein: "Was aber viel bedenklicher ist, ist die Außenwirkung der Kampagne. Gegner jeglicher Form von konventioneller Landwirtschaft werden durch solch rufschädigende Aktionen nur bestärkt und bestätigt - inklusive aller damit einhergehenden negativen Folgen für Landwirtschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt."