Kampagne Nach Hendricks' Kampagne: Landjugend für Transparenz-Offensive

Minister Hendricks und Schmidt © BMUB/Thomas Imo/CSU Bild vergrößern
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Der Bund der Deutschen Landjugend fordert in einem offenen Brief an Agrarminister Schmidt, auf die Bauernregeln von Ministerin Hendricks mit einer Transparenz-Offensive zu antworten.

In einem offenen Brief an Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) bedanken sich die BDL-Bundesvorsitzenden Nina Sehnke und Sebastian Schaller zunächst "im Namen der Junglandwirte Deutschlands", dass sich Schmidt klar und deutlich gegen die Kampagne des Bundesumweltministeriums ausgesprochen habe. "Leider ist durch diese im Namen der Bundesregierung geführte Kampagne für die Grünen Berufe und besonders für uns Junglandwirte und Junglandwirtinnen großer Schaden entstanden", heißt es in dem Schreiben dann, weshalb ein "Weiter so" keine Option für den BDL sei.

Ohne entsprechende Transparenz, Aufklärung und Hintergrundwissen blieben die "Bauernregeln" nach Sicht des BDL im Kopf und die JunglandwirtInnen und landwirtschaftlichen Produkte weiterhin „angeschwärzt“. Die Entschuldigung von Bundesministerin Hendricks betrachten die BDL-Bundesvorsitzenden als Eingeständnis für den durch ihre Kampagne angerichteten Schaden.

Der BDL fordert die Bundesregierung in der Folge auf, die entstandenen Reputationsschäden für die Branche auszugleichen.

'Aufklärung über moderne Landwirtschaft'

"Daher schlagen wir vor, dass das BMEL - stellvertretend für die Bundesregierung - eine faktenbasierte Transparenz-Offensive initiiert, in deren Fokus die Aufklärung über moderne Landwirtschaft steht, die Verständnis für die Arbeit von JunglandwirtInnen und die Grünen Berufen schafft und den Dialog mit der Gesellschaft und Politik auf eine konstruktive Basis stellt", schreibt der BDL weiter.

"Dabei sollten diejenigen zu Wort kommen, die für die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland stehen: die Junglandwirtinnen und Junglandwirte." Die Landjugend stehe dazu für einen konstruktiven Dialog mit Gesellschaft, Politik und Verbrauchern bereit und führe ihn, wo und wann immer es möglich sei.

Aus Sicht des BLD belaufen sich die Kosten für diese Transparenz-Offensive auf rund 20 Millionen Euro, "die dem BMUB zu Lasten gerechnet werden müssten." "Wir bitten Sie, Herr Bundesminister, unseren Vorschlag in die Ministerrunde einzubringen und gegenüber der Bundeskanzlerin zu vertreten und so für ausgleichende Gerechtigkeit zu sorgen", schreiben dei BDL-Bundesvorsitzenden abschließend.

Hier finden Sie den Wortlaut des gesamten Briefes an Minister Schmidt.


Mit Material von Bund der deutschen Landjugend