Kartoffeln Kartoffeln: 5 Tipps zum verlustfreien Ernten

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Für eine erfolgreiche Kartoffelernte muss der Landwirt nicht nur seine Technik gut im Griff haben. Wer weiß, was es zu beachten gilt, der holt mehr Knollen aus dem Boden.

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Der erste zweireihigen Selbstfahrer RA3060, der mit seinem 350-PS-Motor die Abgasrichtlinie Tier 4 final erfüllt.
Um die Knollen ohne Verluste aus dem Boden zu bekommen, hofft der Landwirt nicht nur auf günstige Erntebedingungen, sondern muss viel Know-How und eine gut eingestellte Technik mitbringen. Bei den gezogenen Sammelrodern hat sich mit der Einführung der seitlichen Dammaufnahme eine Gutstromführung über Siebkanal, Krauttrennung, Beimengungstrennung, Verlesestand und Bunker in Form eines liegenden U durchgesetzt.
 
Das stetige Wachstum der kartoffelbauenden Betriebe hat sowohl zum verstärkten Einsatz von zweireihigen Bunkerrodern als auch zur Entwicklung noch größerer einreihiger Erntemaschinen geführt.

Tipp 1: Knollentemperatur beachten

Bei der Ernte sollte die Knollentemperatur 10 Grad Celsius nicht unterschreiten, da sonst die Beschädigungsneigung und die Gefahr der Blaufleckigkeit zunehmen. Ideal ist ein etwas feuchter, gut siebfähiger Boden, wenige Beimengungen sowie Knollentemperaturen zwischen 15 und 20 Grad Celsius. An heißen Tagen bedeutet dies, die kühleren Morgen- und Abendstunden zu nutzen, während nach kalten Nächten erst die Wiedererwärmung des Dammes im Laufe des Vormittags abzuwarten ist.

Tipp 2: Bodenfeuchte

Neben der Temperatur hat die Bodenfeuchte Auswirkungen auf den Ernteerfolg. Zum einen muss im Siebkanal ein Gemisch aus etwa 5 Gewichtsprozent Knollen und 95 Gewichtsprozent Erde von einander getrennt werden. Zum anderen soll der Boden aber auch möglichst lange auf den Siebketten verbleiben, um Eigenbewegungen der Knollen zu verhindern. Dabei hat sich in der Praxis gezeigt, dass unter feuchten Bedingungen zwar die Rodeleistung etwas zurückgeht, aber die Knollen zumeist weniger Beschädigungen aufweisen als bei starker Trockenheit.
 

Tipp 3: Hohe Rodegeschwindigkeit

Es ist eine möglichst hohe Rodegeschwindigkeit anzustreben, bei geringstmöglichen Umlaufgeschwindigkeiten der Förder- und Trennorgane. Dadurch soll viel Erde als Schutz auf die Siebkette gelangen und das Springen der Knollen zwischen den einzelnen Trennstufen vermieden werden.
 

Tipp 4: Tägliche Bonitur

Bei der schlagbezogenen Einstellung des Roders steht die Vermeidung von mechanischen Belastungen im Vordergrund, da sie die typischen Erntebeschädigungen unter der Knollenschale hervorrufen. Nur eine tägliche Probenahme und Bonitur des Erntegutes gibt Sicherheit über die wirkliche Kartoffelqualität und vermeidet unerwartete Folgeschäden.
 

Tipp 5: Geringe Fallstufen

Achten sie beim Überladen auf geringe Fallstufen und ergreifen Sie Schritte, um die Belastung so gering wie möglich zu halten. Dazu zählen Fallsegel, aber auch schon so kleine Maßnahmen wie das Absenken des Überladebandes oder das Benutzen eines strohgefüllten Jutesacks als Polster auf dem Stahlboden.
 
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