Düngeverordnung Kontrollen kommen: Neue Düngeregeln betreffen auch Cross Compliance

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Seit Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung sind einige Änderungen bei der Düngung zu beachten. Die neuen Regeln haben auch Auswirkungen auf Cross-Compliance.

Die neue Düngeverordnung (seit 2. Juni 2017 in Kraft) und die neue Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (ab 1. August 2017 in Kraft) haben Auswirkungen auf Cross-Compliance. Darauf macht das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die betroffenen Landwirte aufmerksam.

Die Vorschriften, die der Umsetzung der EG-Nitratrichtlinie dienen, werden bei den entsprechenden Cross-Compliance-Kontrollen überprüft.

Die neue Düngeverordnung verlangt, dass der Düngebedarf für die jeweilige Kultur sowie der Nährstoffgehalt der Düngemittel vor dem Aufbringen wesentlicher Nährstoffmengen ermittelt und aufgezeichnet werden. Bei der Bewirtschaftung der Flächen darf der ermittelte Düngebedarf nicht überschritten werden.

Die Regelungen zu den Sperrzeiten, in denen Düngemittel nicht ausgebracht werden dürfen, und zu den Mindestlagerkapazitäten wurden überarbeitet.

  • Auch für Gärreste, Festmist und Kompost sind Mindestlagerkapazitäten vorzuhalten.
  • Gärrückstände werden nunmehr auf die maximal zulässige Grenze von 170 kg Stickstoff je Hektar für alle organischen und organisch-mineralischen Düngemittel angerechnet.

Außerdem gelten höhere Anforderungen für die Abstände zu oberirdischen Gewässern und für die Düngung auf gefrorenem Boden.

Die Umsetzung der neuen Regelungen wird von August an von den Behörden kontrolliert - werden sie nicht eingehalten, drohen den landwirtschaftlichen Betrieben Kürzungen der Beihilfen, teilt die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft mit.


Mit Material von BMEL, TLL

Gülletag Triesdorf 2017: Gerüstet für die neue Düngeverordnung
  • Graml Schlitzgeräte mit eigenem Fahrwerk Um bestehende Technik an neue Ausbringvorschriften anzupassen, bietet Graml Schlitzgeräte mit eigenem Fahrwerk. Diese übertragen keine Last auf das Fass und folgen diesem mit Hilfe einer Zwangslenkung. Mittels Aufbaustreuer können Grünland nachgesät oder Zwischenfrüchte ausgebracht werden. Als nachfolgende Werkzeuge können wie hier eine Planierschiene oder Rollstriegel montiert werden.

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  • Gülleverschlauchung Gülleverschlauchung demonstrierte die Firma Roider. Über den Ausleger im Heck kann der Schlauch gezielt platziert werden. So ist es möglich, ohne Überfahren der Zuleitung am Vorgewende rückwärts zu stoßen.

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  • Multi Profi 21/15 Der Multi Profi 21/15 von Bomech kann die äußeren drei Meter des Verteilers klappen. Vorteile ergeben sich durch die reduzierte Länge beim Transport. Besonders bei kurzen Fässern wird so eine Kollision mit dem Schlepper in Kurvenfahrten verhindert. Zudem sind Arbeitsbreiten von 15 und 21 Metern möglich.

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  • Veenhuis Dank hydraulischer Verschiebeachse vergrößert Veenhuis die Aufstandsfläche und reduziert die Belastung in der Fahrspur. Zusätzlich verbessert sich die Standfestigkeit in Hanglangen.

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  • Holmer TerraVariant 585 Gegenüber dem Vorgänger sparten die Konstrukteure des neuen Holmer TerraVariant 585 allein am Rahmen über 400 kg Gewicht ein. Die 585 PS starke Maschine verfügt über ein Lastschaltgetriebe mit 18 Vor- und 6 Rückwärtsgängen und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h.

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  • Schneckenverteiler SKATE Fliegl bietet mit seinem Schneckenverteiler SKATE einen Schleppschuh von 9, 12 und 15 Metern Breite. Schardrücke von bis zu 8 kg sollen ein sicheres Eindringen in den Boden sicherstellen.

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  • Joskin NIRS-Technik Direktes Messen der Inhaltsstoffe erfolgt bei Joskin mit Hilfe von NIRS-Technik. In der gelben Box auf der Leitung zum Verteiler werden die Nährstoffe N, P, K sowie Ammonium- und TS- Gehalt der Gülle unmittelbar vor dem Ausbringen ermittelt.

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  • Vredo Selbstfahrer Ausgerüstet mit schmaler Bereifung, kann eine organische Düngung auch in Reihenkulturen wie Mais erfolgen. Die Nährstoffe werden von den wachsenden Pflanzen unmittelbar verwertet und Mineraldünger kann eingespart werden.

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  • BSA Lowliner In schwarz zeigt BSA seinen Pumptankwagen Lowliner. Optimiert auf einen niedrigen Schwerpunkt, laut Hersteller rund 25 cm tiefer als üblich, und ein Zwei-Kammer-System zur Stützlasterhöhung sollen das Fass hangstabil machen.

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  • Verdo VT4556 Mit 450 PS zieht der Verdo VT4556 Selbstfahrer das acht Meter breite Schlitzgerät ZB3. Ausgestattet mit 1000er Reifen, 1,4 bar Luftdruck und Hundegang verteilt er die Last gleichmäßig auf den Boden.

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