EU-Erzeugermilchpreise Milchpreis: Das zahlten führende EU-Molkereien im April

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Die Erzeugermilchpreise sind im April 2017 in der EU im Schnitt leicht gesunken. Deutschlands größte Molkerei DMK hat ihren Auszahlungspreis auf 31,82 Cent je Kilogramm erhöht.

Führende europäische Molkereien zahlten ihren Lieferanten im April im Schnitt 33,03 Cent netto/kg Rohmilch und damit nochmals um 0,2 Cent weniger als im Vormonat März. Gegenüber dem Vorjahresniveau ist das allerdings trotzdem ein Plus von 5,95 Cent/kg oder 20 Prozent.

Dies geht aus der jüngsten Preiserhebung des niederländischen Bauernverbandes (LTO) hervor. Der von der LTO errechnete Rückgang der Erzeugermilchpreise bezieht sich auf die Auszahlungspreise der europäischen Molkereien im Monat April und ist deshalb nicht als Widerspruch zum derzeit eher wieder positiven Trend auf dem Milchmarkt zu sehen.

Das Deutsche Milchkontor (DMK) erhöhte seinen Milchpreis im April um 0,49 Cent/kg. Für den Juni hat das DMK eine Erhöhung von 2 Cent angekündigt. Müllermilch lässt seinen Auszahlungspreis im April unverändert bei 31,82 Cent/kg.

Unterschiedliche Milchpreis-Tendenzen in europäischen Ländern

Nach Angaben der LTO-Experten könnten in den nächsten Monaten weitere Preisanhebungen kommen, wenngleich sich dies noch nicht bei allen Molkereien zeigt, wie derzeit in der Preisentwicklung bei den Molkereien Arla und FrieslandCampina zu sehen.

So kürzt Arla den Mai-Preis um 1 ct/kg und lässt den Juni-Preis unverändert. FrieslandCampina lässt den Mai-Preis unverändert erhöht aber den Juni-Preis um 0,75 ct/kg.

Diese Milchpreise zahlten Molkereien im März 2017

Molkerei Milchpreis Cent/kg Veränderung Milchpreis zum Vormonat Euro/kg

 12-Monatsmittel Cent/kg

FrieslandCampina (Niederlande) 35,02 +/-0 29,68
Granarolo (Italien) 38,77 +/-0 38,77
Milcobel (Belgien) 34,01 +/-0 29,43
Danone (Frankreich) 32,62 -0,21 32,02
Savencia (Frankreich) 32,66 +0,01 30,96
Lactalis (Frankreich) 31,74 -0,21 30,58
Müller (Deutschland) 31,82 +/- 0 27,47
Arla Foods DK (Dänemark) 34,16 -1,16 29,25
Sodiaal (Frankreich) 32,06 -0,94 31,01
Dairy Crest (Großbritannien) 31,19 -1,90 28,13
Dairygold (Irland) 31,58 +/-0 26,61
DMK (Deutschland) 31,82 +0,49 26,80
Glanbia (Irland) 30,88 +/-0 25,14
Kerry Agribusiness (Irland) 31,06 +/-0 26,48
Valio (Finnland) 35,10  +/-0 34,76

Fonterra erhöht den Milchpreis

Die jüngste Preiserhöhung von Fonterra in Neuseeland wirkt sich auch positiv auf die europäischen Molkereien aus. Fonterra hat seine Milchpreisprognose von ungefähr 31,20 Cent auf  32,84 Cent je Kilogramm erhöht und für die neue Saison 2017/18 (ab Juni) einen Milchpreis von 34,57 Cent je Kilogramm berechnet.


Mit Material von LTO

Ein israelischer Milchviehbetrieb: Roboter und extreme Hitze
  • Herdenmanager Delum Shalem erzählt, dass die Hauptprobleme für die israelische Milchwirtschaft in der extremen Hitze im Sommer, den hohen Futtermittel- sowie Lohnkosten lägen.

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  • Der Betrieb Mishmar HaEmek beschloss daher vor etwas über zehn Jahren, in vier Lely Roboter zu investieren. "Es handelte sich um die ersten Melkroboter, die es hier in Israel gab", erklärt Shalem.

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  • Um die Investition stemmen zu können, mussten die Lohnkosten halbiert werden. Das gelang dem Betrieb. Zudem steigerte sich die Milchleistung. Heute liege die Leistung bei 12.300 kg Milch pro Kuh.

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  • Im Winter werden die einmal pro Tag gefüttert, im Sommer zwei Mal. Die haben freien Zugang zu den Robotern, den Kraftfutterautomaten sowie dem Futtertisch.

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  • Israel reguliert per Milchquoten. Der Betrieb Mishmar HaEmek hat eine Quote von 3,2 Millionen Kilogramm. Sie verändert sich jährlich.

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