EU-Erzeugermilchpreise Milchpreis: Das zahlten führende EU-Molkereien im Juni

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Die Erzeugermilchpreise sind im Juni 2017 in der EU im Schnitt noch einmal gestiegen. Auch Deutschlands größte Molkerei DMK erhöhte auf 33,90 Cent je Kilogramm Milch.

Führende europäische Molkereien zahlten ihren Lieferanten im Juni im Schnitt 33,69 ct/kg Rohmilch und damit um 0,51 Euro mehr als im Vormonat Mai. Gegenüber dem Vorjahresniveau ist das ein Plus von 7,62 ct/kg oder 29,2 Prozent.

Dies geht aus der jüngsten Preiserhebung des niederländischen Bauernverbandes (LTO) hervor. Der von der LTO errechnete Rückgang der Erzeugermilchpreise bezieht sich auf die Auszahlungspreise der europäischen Molkereien im Monat Juni und ist gegenüber den Vormonaten wieder gestiegen.

Das Deutsche Milchkontor (DMK) erhöhte seinen Milchpreis im Mai um 1,09 ct/kg. Auch Müllermilch erhöhte seinen Auszahlungspreis im Mai um 1,98 ct auf 34,79 ct/kg.

Milchpreis: Bis zu 4 Cent mehr im Juli und August

Nach Angaben der LTO-Experten liegen die Milchpreise seit April diesen Jahres über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Wie die Experten weiter schreiben, wird sich der durchschnittliche Milchpreis in den kommenden Monaten weiter erhöhen. So habe das DMK für Juli und August Erhöhungen um 4 ct/kg angekündigt, FrieslandCampina von 1,7 ct/kg und Lactalis auch von 4 ct/kg.

Diese Milchpreise zahlten Molkereien im Juni 2017

Molkerei Milchpreis Cent/kg Veränderung Milchpreis zum Vormonat Cent/kg

 12-Monatsmittel Cent/kg

FrieslandCampina (Niederlande) 35,75 +0,73 31,60
Granarolo (Italien) 38,77 +/-0 37,59
Milcobel (Belgien) 35,01 +1,00 31,64
Danone (Frankreich) 34,16 +0,46 32,54
Savencia (Frankreich) 33,49 +0,98 31,62
Lactalis (Frankreich) 30,84 -1,04 31,03
Müller (Deutschland) 34,79 +1,98 30,07
Arla Foods DK (Dänemark) 32,81 -0,31 30,47
Sodiaal (Frankreich) 32,10 +/-0 31,55
Dairy Crest (Großbritannien) 29,05 -1,59 29,29
Dairygold (Irland) 33,80 +1,00 29,46
DMK (Deutschland) 33,90 +1,09 29,00
Glanbia (Irland) 32,86 +0,99 28,42
Kerry Agribusiness (Irland) 32,98 +0,96 29,02
Valio (Finnland) 35,10  +/-0 34,87

Mit Material von LTO

Ein israelischer Milchviehbetrieb: Roboter und extreme Hitze
  • Herdenmanager Delum Shalem erzählt, dass die Hauptprobleme für die israelische Milchwirtschaft in der extremen Hitze im Sommer, den hohen Futtermittel- sowie Lohnkosten lägen.

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  • Der Betrieb Mishmar HaEmek beschloss daher vor etwas über zehn Jahren, in vier Lely Roboter zu investieren. "Es handelte sich um die ersten Melkroboter, die es hier in Israel gab", erklärt Shalem.

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  • Um die Investition stemmen zu können, mussten die Lohnkosten halbiert werden. Das gelang dem Betrieb. Zudem steigerte sich die Milchleistung. Heute liege die Leistung bei 12.300 kg Milch pro Kuh.

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  • Im Winter werden die einmal pro Tag gefüttert, im Sommer zwei Mal. Die haben freien Zugang zu den Robotern, den Kraftfutterautomaten sowie dem Futtertisch.

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  • Israel reguliert per Milchquoten. Der Betrieb Mishmar HaEmek hat eine Quote von 3,2 Millionen Kilogramm. Sie verändert sich jährlich.

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