Milchproduktion Milchquote 2014/15: Was tun gegen drohende Superabgabe?

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Für die deutschen Milcherzeuger könnte im letzten Jahr der Milchquote 2014/15 eine Superabgabe in Rekordhöhe fällig werden. Was kommt auf die einzelnen Betriebe zu? Was ist zu tun?

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Den deutschen Milcherzeuger droht im letzten Jahr der Milchquote 2014/14 eine Superabgabe in Rekordhöhe.
Wegen Überlieferung fällt für das letzte Jahr der Milchquote (2014/15) eine Superabgabe in Rekordhöhe an. Davon ist nach ersten Hochrechnungen für das letzte bestehende Jahr der Milchquote 2014/15 von der Agrarmarkt-Informations GmbH (AMI) und der Zentralen Milchmarktberichterstattung (ZMB) auszugehen.
 
In den ersten fünf Quotenmonaten wurde die anteilige deutsche Quote (gerechnet mit teilweise amtlichen und geschätzten Zahlen), um mehr als vier Prozent (%) überliefert. Was möglicherweise auf den einzelnen Betrieb zukommt, was möglicherweise zu tun ist, dazu äußert sich der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB).

Milchquote 2014/15: Superabgabe droht - Was tun?

Wie der Verband der Milcherzeuger Bayern erklärt, bedeutet dieser Überschlag der Hochrechnung von AMI und ZMB für die Milchquote 2014/15, dass ab dem Zeitpunkt einer einzelbetrieblichen Überlieferung, die anteilige Superabgabe weit über den zweistelligen Cent-Bereich hinaus ausfallen wird.
 
Betrieben, die bereits in den nächsten Wochen ihre Referenzmenge überziehen, sei daher dringlich geraten, mögliche betriebswirtschaftliche Spielräume zur Milchdrosselung vorzunehmen. Ob ein Quotenkauf beim letztmöglichen Börsentermin sinnvoll für überliefernde Betriebe ist, oder eine Anpassung der betrieblichen Anlieferungsmenge besser wäre, sei letztendlich die persönliche betriebswirtschaftliche Entscheidung.  

Milchquote 2014/15: Supergabe in Rekordhöhe

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Quotenausnutzung 2014/15.
Nach der ersten Hochrechnung für das letzte bestehende Jahr der Milchquote 2014/15 von der AMI und der ZMB erreichte die Milchanlieferung der deutschen Milcherzeuger in den ersten fünf Monaten des bestehenden Quotenjahres fast 13,5 Millionen Tonnen (Mio. t).
Das entspreche gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Zuwachs um 3,7 % , in Tonnen: rund 486.000 t. Die noch fehlende Fettkorrektur wird auf rund 35.000 t geschätzt. Sie liegt damit zirca ein Viertel unter dem Vorjahr. Nach der vorläufigen Bilanz stand damit der zeitanteiligen Anlieferungsquote in Höhe von 12,988 Mio. t eine fettkorrigierte Milchanlieferung von 13,571 Mio. t gegenüber. Hieraus ergibt sich eine Überlieferung der anteiligen Quoten um etwa 573.000 t für Ende August 2014.
 
Im vorigen Jahr, 2013/14 zahlten die deutschen Milcherzeuger eine Supergabe in Rekordhöhe von 163 Millionen Euro an Brüssel. Die Quote war zu 588.000 t überliefert worden (1,9 %).

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