Geschäftszahlen Molkerei Ammerland: Umsatzzuwachs von 35 % im ersten Quartal 2017

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Die Molkerei Ammerland ist erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Auch während der Milchkrise 2016 konnte sie mehr Umsatz verzeichnen und Eigenkapital bilden.

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Erfolgreich ins neue Jahr ist die Molkerei Ammerland gestartet. Für 2017 rechnet die Genossenschaft mit weiter steigenden Milchpreisen.

Sehr erfolgreich ist die Molkerei Ammerland nach eigenen Angaben in das Jahr 2017 gestartet. So kletterte der Umsatz in den ersten vier Monaten um 35 Prozent. Der Milchpreis für diesen Zeitraum beträgt 32 ct/kg und liegt damit 32 Prozent über dem schwachen Vorjahreszeitraum. Nach aktueller Prognose werde sich diese positive Entwicklung auch in den nächsten Monaten fortsetzen, erklärt die Molkerei.

Im vergangenen Jahr hat die Molkerei Ammerland bei fast gleicher Milchlieferantenanzahl erneut mehr Milch verarbeitet. So stieg die Milchmenge um 5,1 Prozent oder 81,7 Millionen (Mio.) kg auf 1.681 Mio. kg. Insgesamt wurden 121.791 t Käse, 49.882 t Pulver, 28.294 t Butter und 120.166 t Frischprodukte in den beiden Werken in Dringenburg (Wiefelstede) und Oldenburg hergestellt.

Der Milchauszahlungspreis lag 2016 aufgrund der Krise am Milchmarkt 2016 das zweite Jahr in Folge unter 30 ct/kg im Jahresmittel. Der durchschnittliche Milchauszahlungspreis der Molkerei Ammerland für 2016 lag inklusive Warenrückvergütung bei 27,14 ct/kg netto. Trotz des niedrigen Wertes liegt die Molkerei Ammerland nach eigenen Angaben damit über dem niedersächsischen Schnitt von 25,45 ct/kg und über dem Bundesdurchschnitt 26,60 ct/kg.

Molkerei Ammerland: Mehr Umsatz und Eigenkapital

  • Trotz des schwierigen Marktumfeldes hat sich der Umsatz der Molkerei Ammerland positiv entwickelt und ist um drei Prozent auf 657,6 Mio. Euro gestiegen.
  • Das Anlagevermögen ist im Jahr 2016 um 21,9 Mio. Euro auf 153,7 Mio. Euro gestiegen.
  • Das Eigenkapital habe sich laut Ammerland weiter positiv entwickelt und stieg um 6,4 Mio. Euro auf 110,5 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag bei 38,7 Prozent. 
  • Das handelsrechtliche Ergebnis vor Steuern und Warenrückvergütung beträgt 8,1 Mio. Euro. Daraus erhalten die Milcherzeuger eine Warenrückvergütung von 3,7 Mio. Euro.
  • Der Jahresüberschuss betrug 2,96 Mio. Euro, der Bilanzgewinn 1,77 Mio. Euro.

Ammerland will mehr Weidemilch verkaufen

Die Molkerei will ihre Verarbeitungskapazitäten weiter ausbauen. Die flexible Umsetzung von marktorientierten Konzepten nehme dabei eine wesentliche Rolle ein. Sowohl die Molkerei Ammerland als auch ihre Tochtergesellschaften hätten sich im letzten Geschäftsjahr positiv entwickelt und konnten ihre Marktanteile sowie die Marke Ammerländer ausbauen.

Ebenso setzt die Genossenschaft auf den weiteren Ausbau der Internationalisierung insbesondere durch Einbindung der Vertriebstochtergesellschaften. Neben dem internationalen Ausbau des Exportgeschäftes sollen Mehrwertkonzepte zum zukünftigen Erfolg beitragen. Daher ist die Molkerei Ammerland Partner des Projektes „Pro Weideland“ und bietet gentechnikfreie Weidemilch an. Festgelegte Kriterien sollen dabei Mehrwerte für Umwelt, Tier und Landwirte schaffen sowie Verbrauchern eine bessere Orientierung bieten.


Mit Material von Ammerland

Landwirt Bützler: Gülle separieren, Milchkontrolle und Erde fahren
  • Die Woche begann auf Bützler´s Hof mit dem Gülle separieren. Mit den frischen Feststoffe streute der Landwirt direkt die Tiefboxen ein, der Rest wurde im Silo eingelagert.

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  • Dienstag wurden mehrere tragende Rinder aus dem Stall auf eine Weide gefahren.

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  • "Und weil es so warm war, haben wir den Pool im Garten aufgebaut", schreibt uns Landwirt Bützler.

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  • Am Mittwoch stand die Milchleistungsprüfung der Herde am Melkroboter auf dem Plan. Zu diesem Anlass wurde der Roboterraum vorher sauber gemacht.

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  • Kuh Resi, die Familie Bützler zur Hochzeit als Kalb geschenkt bekam, ist mittlerweile hochtragend und kam deswegen in eine Strohbox, in der sie bald kalben kann. Für den Roboterstall erhielt Kuh Resi schon mal ihr Halsband.

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  • Donnerstag war Bürotag. Außerdem belieferte Landwirt Bützler einen Pferdebetrieb mit einem Ballen Stroh.

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  • Da der Kinderwagen einen Platten hatte, musste hier zudem noch ein Schlauch ausgetauscht werden.

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  • Am Freitag und Samstag wurde bei einem Freund gebaggert und der Landwirt half mit seinem Traktor beim Erde fahren.

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  • Samstag erhielt der Landwirt einen Auftrag der anderen Art: Beim StrongmanRun am Nürburgring war Sebastian Bützler als Reporter für den WDR unterwegs. Dank Presseausweis erhielt dieser Zugang zu interessanten Bereichen, wie dem Logenbereich mit Frühstücksbuffet.

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