Marktanalyse N-Dünger: Harnstoff wird günstiger

Erschienen im Agrarmanager

Bild auf Agrarheute.com © agrarfoto.com Bild vergrößern
von , am

Die Exportpreise für Harnstoff geraten international stärker unter Druck als zunächst erwartet. In Deutschland ist der Preisrückgang bislang moderater.

An den deutschen Spotmärkten haben die Harnstoffpreise zuletzt leicht nachgegeben, wie Dr. Olaf Zinke, Marktexperte beim agrarmanager berichtet. Dabei verhindert der anhaltend schwache Euro zunächst noch einen stärkeren Preisrückgang. Vor dem Hintergrund der für die hinteren Termine weiter nachgebenden Weltmarktpreise für Harnstoff dürften jedoch auch die Preise an den deutschen Importhäfen in den nächsten Wochen weiter zurückgehen.   

Mitte März kostete granulierter Harnstoff an den deutschen Importhäfen etwa 303 Euro je Tonne und damit geringfügig weniger als Anfang des Monats, als die Preise etwa bei 305 Euro lagen. Mitte Februar wurde Harnstoff an den deutschen Spotmärkten allerdings noch für 310 Euro gehandelt und damit rund zehn Euro über dem derzeitigen Niveau.

Im Vergleich zum vorigen Jahr (260 Euro) sind die Spotmarktpreise für Harnstoff in Deutschland gut 40 Euro höher.

Leichter Rückgang bei Kalkammonsalpeter

Die Spotmarktpreise für Kalkammonsalpeter (KAS) haben an den deutschen Importhäfen ebenfalls leicht nachgegeben. Allerdings waren die Ammonium-Preise am Weltmarkt zuletzt sehr hoch und haben einen stärkeren Preisrückgang bei KAS verhindert.

Grund für die hohen Ammonium-Preise sind offenbar die anhaltenden technischen Probleme bei der Lieferung von Ammonium aus einem Werk im russischen Togliatti (Azoz) und der ukrainischen Produktionsanlage in Yuzhny. 

Mitte März lagen die Preisforderungen für die Verladung von Kalkammonsalpeter (KAS) an den deutschen Importhäfen etwa bei 218 Euro/t und damit geringfügig niedriger als zum Beginn des Monats mit 222 Euro/t. Im Januar hatten die KAS-Preise allerdings auch schon einmal bei 214 Euro gelegen und waren damit etwas niedriger als jetzt.

Im Vergleich zum vorigen Jahr (235 Euro) sind die aktuellen KAS-Preise 17 Euro/t niedriger.

AHL: 6 Euro/t günstiger als Anfang März

Die Spotmarktpreise für Ammonium-Harnstoff-Lösung (AHL) lagen an den deutschen Importhäfen Mitte März bei 154 Euro und damit (trotz der hohen Ammoniumpreise am Weltmarkt) sechs Euro niedriger als Anfang März (160 Euro/t) und noch 4 Euro höher als im Januar (150 Euro/t).

Im Vergleich zum vorigen Jahr (173 Euro/t) sind die aktuellen AHL-Preise 19 Euro je t niedriger.

Wie sich die Preise für N-Dünger an den globalen Handelsplätzen entwickeln, lesen Sie beim agrarmanager.


Düngerstreuer: Das hat der Markt zu bieten
  • Amazone bietet vier Baureihen Dreipunkt-Anbaustreuer und zwei Baureihen gezogene Streuer an. Der ZA-TS Profis Hydro mit hydraulischem Streuscheibenantrieb arbeitet vollständig unabhängig von Motordrehzahl und Fahrgeschwindigkeit. Neben exaktem Streuen ist beim ZG-TS 8200 der verschleißarme Gummibandboden zu erwähnen.

    © Werkfoto
  • Das dänische Familienunternehmen Bogballe bietet drei Baureihen Dreipunkt-Scheibenstreuer an. Bei der Grenzstreuung wird das „Off-Center“-System genutzt. Dazu muss nur die Drehrichtung der Streuscheiben umgekehrt und teilweise die Drehzahl angepasst werden. Für große Traktoren, am besten mit Frontgewicht, ist das für 6 t Dünger zugelassene größte Anbaustreuermodell von Bogballe ausgelegt.

    © Werkfoto
  • Hufgard hat sich auf Kalkstreuer spezialisiert. Es kommen Fahrwerke mit gedämpfter Zugeinrichtung und 40 km/h-Zulassung zum Einsatz. Alle Streuer von Hufgard werden auftragsbezogen gebaut, Kunden können direkt Einfluss auf die Ausstattung nehmen.

    © Werkfoto
  • Seit mehr als 50 Jahren baut Bredal in Dänemark Kalk- und Düngerstreuer. Bredal verwendet in allen Maschinen Bodenbänder die es ermöglichen, unabhängig von dem Fließfaktor Material exakt zu dosieren.

     

    © Werkfoto
  • Der Trend Düngerstreuer mit Dosierelektronik hält bei Rauch an. Aus dem 36 m breiten Edelstahl-Gestänge und den 30 Krümmeröffnungen des AGT von Rauch wird der Dünger mit höchster Präzision unabhängig von Wind, Hanglagen und der Düngerqualität ausgebracht.

    © Werkfoto
  • Telimat nennt Rauch sein Sys­tem, das je nach Modell manuell, hydraulisch oder elektrisch bedient wird.

    © Werkfoto
  • Neben den auch unter der Marke Kverneland vertriebenen Zweischeibenstreuern hat Vicon noch Pendelrohr-Streuer im Angebot. Im Schatten der Zwei­scheibenstreuer sind diese Geräte für geringere Arbeitsbreiten und den Winterdienst geeignet.

     

    © Werkfoto
  • Kverneland bietet sechs Baureihen vom Einstiegsmodell bis zur GPS-gesteuerten intelligenten Lösung. Diese gibt es auch unter dem Vicon-Logo, hergestellt werden die Streuer in Nieuw-Vennep (Niederlande). Geospread von Kverneland/Vicon ermöglicht das Verändern von Arbeitsbreite und Streumenge für jede Streuscheibe individuell.

    © W.G. Hoogterp
  • Sulky mit Sitz in der Bretagne (Frankreich) hat sich auf die Herstellung von Sämaschinen und Düngerstreuern spezialisiert. Die Grenzstreueinrichtung von Sulky besteht aus einer zusätzlich gebogenen Wurfschaufel und einem schwenkbaren Zuführorgan.

    © Werkfoto
  • Nicht nur bei normaler Saat setzen Landmaschinenhersteller und Landwirte zunehmend auf eine genau platzierte Düngergabe. Auch spezielle Verfahren erobern den Markt. Weiterentwickelt wird vor allem die Technik zur vorbereitenden Güllegabe im Strip-Till-Verfahren, wie beispielsweise bei Vogelsang. Mit dem XTill VarioCrop kann die streifenförmige Bodenbearbeitung mit Gülleunterfußdüngung kulturunabhängig durchgeführt werden.

    © Werkfoto
  • Neu präsentierte der amerikanischen Hersteller Great Plains auf der Agritechnica sein System AccuShot (Bild). Es wurde mit Capstan Ag Systems (Kansas, USA) entwickelt und wird für die Yield Pro-Einzelkorn- Sämaschinen angeboten.

    © Werkfoto