Rübenanbau Nordzucker: Überdurchschnittliche Zuckererträge nach gutem Anbaujahr

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Überdurchschnittliche Rübenzucker-Erträge verzeichnete die Nordzucker-AG bei der Zuckerrübenkampagne 2016/17. Die Ergebnisse aus 7 Ländern in der Übersicht.

Die Nordzucker AG teilte jetzt mit, dass bei der Zuckerrübenkampagne 2016/17 in den 13 Werken rund 15 Millionen Tonnen Zuckerrüben (Vorjahr 12,5 Tonnen) verarbeitet wurden. Nachdem die meisten anderen Werke bereits in den vergangenen Tagen die Kampagne beendet haben, folgen die Werke Uelzen (Deutschland), Örtofta (Schweden) und Opalenica (Polen) in diesen Tagen. Lediglich im slowakischen Werk Trenčianska Teplá wird die Kampagne nach einer Rekordernte noch bis zum 22. Januar 2017 andauern.

Axel Aumüller, Vorstand Produktion, betonte, dass Nordzucker AG in diesem Jahr insgesamt eine stabile Rübenkampagne gefahren habe. Lediglich zu Beginn mussten einige Werke mit einem erhöhten Krautanteil fertigwerden.

Rübenzucker-Erträge über langjährigem Mittel

Der diesjährige Zuckerertrag läge in allen Konzernländern über dem langjährigen Mittel. „Wir hatten überwiegend gute Witterungs- und damit Wachstumsbedingungen für die Rüben. Das hervorragende Ergebnis ist aber auch unserer Anbauberatung im engen Austausch mit den Landwirten geschuldet“, so Dr. Lars Gorissen, Vorstand Agrarwirtschaft.

Die Zuckerrübenergebnisse der Länder in der Übersicht

Deutschland
Nach durchschnittlich 103 Kampagnetagen geht für die fünf deutschen Werke eine sehr gute Kampagne zu Ende. Mit rund 13,5 Tonnen Zucker je Hektar (Vorjahr: 13,0) liegen die Erträge – mit starken regionalen Unterschieden und einigen Spitzenschlägen – über dem langjährigen Mittel. Auch wenn ein extrem trockener September und ein sonnenarmer Oktober noch bessere Ergebnisse verhindert haben, so trugen die guten Rübenqualitäten bis zum letzten Tag zu einer stabilen Verarbeitung in den Werken bei.

Dänemark
Auf stabilem Niveau verarbeiteten die beiden Werke Nakskov und Nykøbing in durchschnittlich 101 Tagen bis zum Jahreswechsel überdurchschnittliche Rübenerträge. Der Zuckerertrag liegt mit 13,1 Tonnen dabei auf Vorjahresniveau. Zuvor waren die Rüben im Frühjahr unter besten Bedingungen gedrillt worden. Ein insgesamt recht trockener Sommer führte allerdings zu Beginn der Kampagne zu schwierigen Erntebedingungen.

Schweden
Die Kampagne im Werk Örtofta dauert in diesem Jahr rund 116 Tage und geht voraussichtlich am 9. Januar zu Ende. Mit einem Zuckerertrag von 11,4 Tonnen je Hektar (Vorjahr: 10,8) liegen die Ergebnisse leicht über dem fünfjährigen Mittel. Auf die Aussaat im März/April folgten dann günstige Wachstumsbedingungen für die Rüben, auch wenn der Sommer insgesamt etwas trocken war. Früher Frost Anfang November sorgte allerdings in einigen Regionen für schwierige Ernteverhältnisse und einige Herausforderungen am Ende der Kampagne.

Finnland
Als erstes Werk im Konzern beendete Säkylä in Finnland bereits im November die Kampagne mit einem eher durchschnittlichen Ergebnis von 6,7 Tonnen Zuckerertrag je Hektar (Vorjahr: 5,3). Gute Witterungsbedingungen bestimmten das Wachstum der Rüben; ab dem frühen Herbst kam es zu Trockenheit. Insgesamt 57 Tage dauerte die nahezu störungsfreie Verarbeitungsphase.

Litauen
Das Werk Kedainiai in Litauen lief auf hohem Niveau an 106 Kampagnetagen weitgehend störungsfrei bis zum 30. Dezember. Trotz einer leicht verspäteten Aussaat und eines recht wechselhaften Frühjahrs führten gute Wachstumsbedingungen im Anschluss zu überdurchschnittlichen Zuckererträgen von 11,6 Tonnen je Hektar (Vorjahr: 9,6).

Polen
Die Witterung in Polen war in diesem Jahr sehr vorteilhaft für das Wachstum der Rüben. Nach zwei sehr trockenen Jahren fielen diesmal ausreichend Niederschläge, was zu guten Erträgen führte. 12,8 Tonnen Zuckerertrag je Hektar liegen in diesem Jahr weit über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 10,0). Die Kampagne dauerte durchschnittlich 104 Tage und endet in Opalenica am 4. Januar.

Slowakei
130 Tage Verarbeitung werden vermutlich am 22. Januar hinter dem Werk in Trenčianska Teplá liegen. Damit geht ein Ausnahmejahr in der Slowakei zu Ende, das sehr hohe Erträge brachte. Der Zuckerertrag je Hektar liegt in diesem Jahr bei 12,9 Tonnen (Vorjahr: 9,9). Anders als in den vergangenen Jahren fielen vor allem auch im Sommer ausreichend Niederschläge, so dass die Rüben sehr gute Zuwächse verzeichnen konnten.


Mit Material von Nordzucker AG

Mit Zuckerrüben Milchkuh-Ration aufwerten
  • Neues Milchviehfutter auf dem Hof von Klaus Schröder.

    © Edith Kahnt-Ralle, LAND & Forst
  • Die Zuckerrüben werden auf der Siloplatte zwischengelagert.

    © Edith Kahnt-Ralle, LAND & Forst
  • Die Zuckerrüben werden portionsweise geschnitzelt.

    © Edith Kahnt-Ralle, LAND & Forst
  • Mit seiner Zuckerrübenration konnte Schröder die Milchinhaltsstoffe Eiweiß von 3,47 % auf 3,65 % und Fett von 3,8 % auf 4,1 % verbessern. Die Harnstoffwerte sind gesunken.

    © Edith Kahnt-Ralle, LAND & Forst
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