Wartung Ratgeber-Video: Mähwerk warten - so macht man's richtig

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Maßgeblich für eine lange Lebensdauer ist die regelmäßige Reinigung und Wartung des Mähwerks - insbesondere zum Saisonende. Ein Experte zeigt im Video, wie es geht.

Landwirtschaftsmeister Max Josef Essendorfer von der Deula Bayern weiß, worauf es beim Einwintern von Landtechnik ankommt. Das Warten eines Mähwerks ist zwar nicht kompliziert, aber wenn - gerade bei Zeitdruck - Fehler unterlaufen, kann dies die Lebensdauer der Maschine empfindlich verkürzen. Daher ist es wichtig alle Schritte in der richtigen Folge zu leisten.

Ratgeber: Mähwerk richtig einwintern


Hochdruckreiniger: 12 Tipps zum richtigen Einwintern
  • Tipp 1: Filter reinigen An manchen Geräten sind zwei Wasserfilter für die Zuleitung verbaut: einer direkt am Anschluss hinter dem Schnellkuppler für den Zulauf, der GEKA-Kupplung (siehe Foto) und der andere im Inneren des Geräts zwischen Schwimmerkasten und Pumpe. Hochdruckreiniger können auch Regenwasser aus bis zu 0,5 m Tiefe ­ansaugen. Vor allem um Fotovoltaikanlagen zu reinigen, ist dies sinnvoll, da auf den Modulen keine Kalkablagerungen entstehen.

     

    © Thomas Göggerle, dlz agrarmagazin
  • Tipp 2: Hochdruckreiniger braucht genügend Wasser Wie viel die Pumpe fördert, steht auf dem Typenschild. Probleme machen meistens nicht die Wasseranschlüsse, sondern die Wasserleitungen. Auslitern hilft, um zu wissen, ob die Leitung genügend Wasser bringt. Berücksichtigen Sie weitere Abnehmer wie die Melkmaschinenspülung oder die Stalltränken! In unserem Beispiel braucht das Heißwassergerät 16,7 l/min; das sind 1.002 l in der ­Stunde.

     

    © Thomas Göggerle, dlz agrarmagazin
  • Tipp 3: Ausreichend Strom Kaltwassergeräte arbeiten hauptsächlich mit 400-V-Anschlüssen, die mit 16 A abgesichert sind. Adapterleitungen für 32-A-Steckdosen auf 16-A-Stecker gibt es bereits ab 25 Euro. Oder der Elektriker schließt alle Steckdosen auf dem Hof mit der gleichen Phasenbelegung an (und auch die Verl­ängerungskabel). In neueren Modellen ist ein Phasenwender bereits im Stecker integriert.

    © Thomas Göggerle, dlz agrarmagazin
  • Tipp 4: Auf die Laufrichtung achten Sind die Phasen an der Zuleitung vertauscht, läuft der Motor in die falsche Richtung. Nicht die Wasserpumpe ist das Problem, sondern die Kraftstoffpumpe. Sie ist meistens fest mit der Hauptantriebswelle verbunden und wird durch den angesaugten Kraftstoff geschmiert. Dreht sie falsch herum, gibt es Schäden. Hat der Hochruckreiniger keinen Phasenwender im Anschlussstecker verbaut, gibt es dafür Adapter ab 25 Euro.

    © Thomas Göggerle, dlz agrarmagazin
  • Tipp 5: Defekten Schlauch austauschen Durch den Druckschlauch fließt Wasser mit bis zu 250 bar. Schaut das Stahlgewebe raus, gibt es leicht Verletzungen an den Händen, wenn der Schlauch mit dem rostigen Gewebe angefasst oder aufgewickelt wird. Bei Heißwassergeräten kann man sich verbrühen. Druckschläuche dürfen nicht repariert, sondern müssen im Gesamten gewechselt werden. Schlauchpakete für Profigeräte mit 15 m kosten rund 150 Euro.

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  • Tipp 6: Tank leer, Druck weg Die meisten Profi-Hochdruckreiniger können Reinigungsmittel ansaugen und dem Wasserstrahl zudosieren. Ist der Reinigungstank leer und die Zudosierung unabsichtlich an, erreicht die Pumpe nicht den maximalen Wasserdruck.

     

    © Bernd Feuerborn, dlz agrarmagazin
  • Tipp 7: Erst einweichen Bei stark verschmutzten Maschinen sollte man den Dreck erst einmal einweichen lassen: bei Regen raus mit der Maschine. Die Maschine ist schneller und mit weniger Wasser sauber. Zum Einweichen braucht es keinen Hochdruckreiniger. Das geht auch einfach mit einem Wasserschlauch und Düse, um unter die Maschine an verdeckte Bauteile zu kommen.

    © Christian Mühlhausen, landpixel
  • Tipp 8: Nicht zu nah ran Die Lanze bei 200 bar und Dreckfräsekopf nahe an die Maschine zu halten, lässt jeden Schmutz davonfliegen. Den Lack leider auch. Wer mit einem größeren Abstand beginnt, kann sich nach und nach näher herantasten. Grundsätzlich mehr Abstand einhalten zu Reifen, Karosserieteilen, Elektronikschalter und -kästen.

    © Thomas Göggerle, dlz agrarmagazin
  • Tipp 9: Druck regulieren Praktisch sind Pistolen, an denen man den Druck einfach regulieren kann. Achtung: Pistolen mit Druck- und Wassermengenregulierung dürfen nur an Geräte angeschlossen werden, die den entstehenden Druck an der Pumpe ausgleichen können. Wer länger mit weniger Druck arbeiten möchte, sollte den Druck nicht an der Lanze, sondern direkt an der Pumpe ­verstellen. Das spart Strom und erzeugt weniger Verschleiß!

    © Thomas Göggerle, dlz agrarmagazin
  • Tipp 10: Die richtige Düse wählen Besonders beim Reinigen von Schweineställen und Kälberiglus benötigt man beides: viel Druck, um Flächen gründlich vom Schmutz zu befreien, und dann wieder genügend Wasser für die Schwemmwirkung. Problem: Wer den Druck an der Lanze reduziert, fährt auch die Wassermenge nach unten. Abhilfe schaffen Lanzen mit zwei Düsen, die am Drehgriff zu- oder abgeschaltet werden können. Eine Düse in Betrieb bedeutet hoher Druck, die zweite Düse bringt das nötige Wasser, um den Schmutz wegzuschwemmen.

    © Thomas Göggerle, dlz agrarmagazin
  • Schaumdüse zum Reinigen Nachteil bei zudosierten Reinigern: Auch wenn man den bereits gelösten Schmutz nur noch abwäscht, wird Reinigungsmittel verbraucht. Es aufzutragen und einwirken zu lassen und erst danach mit Wasser abzuwaschen spart Mittel ein. Spezielle Schaum­düsen ­tragen eine dicke und zähe Schaumschicht auf Maschine und Oberflächen auf. Die kann einwirken und danach abge­waschen werden.

    © Werkbild
  • Tipp 12: Vorhandene Wärme nutzen Zähes Schmierfett und eine Pampe aus Hydrauliköl und Blütenstaub lösen sich mit Heißwasser deutlich einfacher. Nur sind Heißwassergeräte deutlich teurer als die einfacheren Kaltwassergeräte. Eine Alternative ist, bereits warmes Wasser zum Hochdruckreiniger schicken. Viele Kaltwassergeräte haben die Freigabe bis 45 °C oder maximal 60 °C, mit speziellem Zubehör auch bis zu 80 °C.

    © Thomas Göggerle, dlz agrarmagazin
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