Digitalisierung Rheinland-Pfalz: Kostenlose Satellitendaten für Landwirte

Fendt spritzt Fungizid im Weizen © agrarfoto.com Bild vergrößern
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Landwirte in Rheinland-Pfalz nutzen den Positionierungsservice "SAPOS" zukünftig kostenlos. Damit soll die landwirtschaftliche Digitalisierung vorangetrieben werden.

Landwirte in Rheinland-Pfalz werden den hochpräzisen Echtzeit-Positionierungsservice "SAPOS" in Zukunft kostenlos nutzen können, um damit ihre Maschinen auf dem Feld zu steuern.

Das kündigte der Mainzer Landwirtschaftsminister Dr. Volker Wissing gemeinsam mit Innenminister Roger Lewentz am Dienstag vergangenerWoche (13.6.) auf dem "Digital-Gipfel" in Ludwigshafen an.

Potentiale von SmartFarming nutzen

Die Betriebe könnten mithilfe des Dienstes die Potentiale von SmartFarming für sich nutzen und ihre Maschinen "zentimetergenau digital steuern". Auf diese Weise wolle man "der Digitalisierung der Landwirtschaft einen Schub verleihen", hieß es auf der Veranstaltung.

Der Dienst ermöglicht dem Ministerium zufolge satellitengestützte Positionsbestimmungen, Ortungen und Navigationen in einem einheitlichen und europaweit verfügbaren Bezugsystem mit hoher Effizienz in wählbar unterschiedlichen Genauigkeitsstufen.

Technologie besonders für Landwirte interessant

Bei Sapos handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Vermessungsverwaltungen der Bundesländer. Rheinland-Pfalz betriebt insgesamt Sendestationen.

Für die Agrarwirtschaft seien die erfassten HEPS-Daten von besonderem Interesse, da mit ihnen die Maschinen nicht nur präzise auf dem Feld geführt werden könnten, sondern auch das Halten der Fahrspur erleichtert werde und deutliche Einsparungen von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln möglich würden, so die Minister.

Flächenproduktivität soll steigen

Insgesamt ginge es darum, die Flächenproduktivität nachhaltig zu steigern.

"Das bedeutet umweltbewusstes und wirtschaftliches Handeln zugleich", so Wissing. Der agrarpolitische Sprecher der FDP im rheinland-pfälzischen Landtag, MarcoWeber, begrüßte den Schritt. Sein Büro habe allerdings bereits im September um die Freischaltung des Korrektursignals gebeten.


Mit Material von Agra-Europe

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