Zuckerrüben Rübenmiete: Die 6 besten Tipps zur Lagerung

Rübenmiete im Herbst © hahilinchen/fotolia Bild vergrößern
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Wer die Zuckerrüben richtig lagert, vermeidet Verluste und spart bares Geld. Wir haben für Sie die sechs besten Tipps zur Lagerung zusammengestellt.

Damit beim Zwischenlagern der Zuckerrüben am Feldrand Verluste möglichst vermieden werden, gilt es einiges zu beachten. Wir haben für Sie die sieben besten Tipps für das Anlegen von Rübenmieten zusammengestellt.

1. Der richtige Mietenplatz

Der richtige Mietenplatz ist für eine verlustarme Aufnahme und problemlose Abfuhr der Zuckerrüben wichtig. Wer vorausdenkt, kann die Mieten später auch ohne größere Probleme abdecken. Folgendes gibt es zu beachten:

  • spurenfreier Untergrund
  • nicht in Senken (Durchnässung von Miete und Untergrund)
  • parallel zu befestigtem Weg (an Stichwegen nur bei Wendemöglichkeit, an öffentlichen Straßen nur mit Genehmigung)
  • nicht neben dichten Baumreihen
  • nicht unter Stromleitungen
  • Spuren unmittelbar neben der Miete vermeiden und ggf. einebnen

Diese Abstände sollten Sie einhalten:

  • Abstand zum Weg: 1- 2 Meter bei selbstfahrendem Reinigungslader, 3 Meter bei mechanischer Mietenabdeckung, 5 bis 10 Meter bei Reinigungsband
  • Rangierabstand vor Mietenkopf: 12 bis 15 meter (einseitig)
  • Abstand zum bearbeiteten Feld: Minimum 1 Meter (3 - 4 Meter bei mechanischer Mietenabdeckung)
  • Höhenunterschied Feld zu Weg: Maximal 2 Meter

2. Die richtige Mietenform

Um Verluste zu vermeiden sollten je Schlag generell möglichst wenig Mieten angelegt werden. Gerade und glatte Mieten führen zu geringeren Frostschäden und erleichtern das Abdecken. Auf folgende Parameter sollte bei der Mietenform geachtet werden:

  • Mietenbreite
    bei Lademaus: Aufnahmebreite - 1 (beispielsweise 10,2 - 1 = 9,2 Meter)
    bei Vliesabdeckung: Vliesbreite - Mietenhöhe - 1,0
  • Mietenhöhe
    zwei bis dreieinhalb Meter
    flach bei hohen Temperaturen (bis Mitte Oktober), hoch bei Frostgefahr, Rüben nicht hochschieben (Rübenbruch und Verletzungen)
  • Mietenlänge
    Die Mietenlänge sollte möglichst zur Vlieslänge passen

3. Richtig Abbunkern

Beim Abbunkern sollte man voll beladen auf möglichst kurze Wege zum Mietenplatz achten und vor Ort möglichst wenig rangieren. Das schont den Boden. Weniger Spuren produziert auch, wer die Mieten nicht nur parallel anfährt. Hohe und breite Mieten am besten schräg anfahren und die Fallhöhe der Zuckerrüben möglichst gering halten (weniger Verluste).

    4. Lagerungsverluste gering halten

    Zuckerrüben veratmen in geringem Umfang Zucker zur Energiegewinnung. Pro Tag beträgt der Zuckerverlust bei optimaler Lagerung im Schnitt 100 Gramm je Tonne Rüben. Um die Lagerungsverluste gering zu halten, sollten die Rüben möglichst wenig verletzt werden. Denn in den ersten Tagen nach der Ernte wird zusätzlich Zucker für die Wundheilung abgebaut. Je größer die Verletzungsfläche, desto größter der Verlust.

    Bei der Ernte auf den Liefertermin achten. Denn ab einer Temperatursumme von 270 Grad (Tagesmittelwerte über 0 Grad Celsius aufsummiert) entstehen zusätzliche Veratmungsverluste.Verletzungen verstärken nicht nur die Wundheilung, sondern sind auch Eintrittspforte für Mikroorganismen.

    5. Abdeck-Materialien

    Vor allem bei der Langzeitlagerung von Zuckerrüben unter frostigen Bedingungen können Verluste durch eine Mietenabdeckung deutlich verringert werden. Hier eine Übersicht über Vorteile der verschiedenen Abdeck-Materialien:

    • Vlies: Guter Luftaustausch, guter Nässeschutz, gutes Handling
    • Folie: Guter Frostschutz bei Wind, besonders guter Nässeschutz
    • Vlies + Folie: Guter Frostschutz, sehr guter Frostschutz bei Wind, sehr guter Nässeschutz
    • Vlies + Jupette: guter Frostschutz, guter Frostschutz bei Wind, guter Nässeschutz, sehr gutes Handling, gutes Handling bei Wind und gutes Abnehmen bei Schnee

    6. Der richtige Zeitpunkt zum Abdecken

    Abdecken macht Arbeit, schützt aber die Zuckerrüben. Möglichst drei Tage nach der Rodung sollten die Zuckerrüben abgedeckt werden (Abtrocknen, Auskühlen der Mieten). Wichtig ist der Schutz auch vor Frostperioden (ab Minus drei Grad Celsius) und vor ergiebigen Niederschlägen.

    Quelle: liz


    Der Rübenvollernter Tiger 5 von Ropa in Bildern
    • Mit dem V6-Motor hat sich die Lautstärke des Tigers deutlich reduziert. Zum Roden sind nur 1.100 U/min notwendig.
    • Die vorgelagerten Tasträder sind für die Tiefefühlung des Schlegelvorsatzes verantwortlich. Für den Schlegler stehen vier Varianten zur Wahl: Integralschlegler, Alround-Schlegler sowe Schlegler mit Blattauswurf und Entblatter.
    • Abtanken während des Rodens ist beim Tiger 5 kein Problem, auch wenn der Überladewagen höher ist (dreifach klappbares Überladeband). Somit lassen sich 20 bis 30 Prozent mehr Tagesleistung erreichen.
    • Die drei Gelenke des Überadebands sind hier alle eingeklappt, sodass die minimale Höhe erreicht wird. Außerdem erkennt man hinten mittig den Ultraschallsensor zur Füllstandskontrolle und die klappbaren Gitter zur Erhöhung der Bunkerkapazität.
    • Gummierte Mitnahmefinger transportieren die Zuckerrüben auf dem 2 m breiten und extralangen Entladeband innerhalb von 50 Sekunden vom Bunker auf die Rübenmiete.
    • Das Motorraumkonzept musste für den R6-Reihenschlusszylinder komplett überarbeitet werden. Um die Vorschriften der Abgasnorm zu erfüllen, wurde auf zwei Zylinder verzichtet und AdBlue hinzugefügt.
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