Mast Schweine-Gigant Straathof erhält Berufsverbot

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Einem der größten Schweineproduzenten Europas sei heute Berichten zufolge ein Tierhaltungs- und Betreuungsverbot ausgesprochen worden. Adrianus Straathof produziert 1,5 Millionen Ferkel allein in Deutschland.

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In den Anlagen der Straathof Holding herrschten zahlreiche Missstände.
Wie der stern heute auf seiner Internetseite berichtet, sei den Anwälten von Adrianus Straathof, vor wenigen Tagen der amtliche Bescheid über ein "Tierhaltungs- und Betreuungsverbot" zugestellt worden. Der Niederländer Straathof produziert allein in Deutschland an 25 Standorten rund 1,5 Millionen Ferkel jährlich.
 
 
 
 
Im März 2014 ließ die Staatsanwaltschaft Stendal die Schweinezuchtanlage Gladau drei Tage lang nach beweisen durchsuchen. Das Verbot des Landkreises Jerichower Land gelte laut stern.de für Straathof persönlich, bundesweit und betrifft seit Ende November womöglich sämtliche Betriebe, in denen er Geschäftsführer ist oder als Eigentümer Einfluss auf die Tierhaltung hat. "Mit sofortiger Wirkung" ist ihm damit "das Halten und Betreuen von Schweinen untersagt", schreibt der stern weiter. Noch sei der Bescheid nicht rechtskräftig. Straathofs Anwälte hätten umgehend widersprochen und Klage eingereicht. Dennoch gelte das Verbot - ähnlich wie bei einem an Ort und Stelle eingezogenen Führerschein - bis es Gerichte womöglich wieder aufheben. 

Das sind die Vorwürfe:

Beanstandet wurden laut stern bei früheren Kontrollen unter anderem die Wasserversorgung, die tierärztliche Behandlung und die Größe der sogenannten Kastenstände, in denen die Sauen nach der Besamung oft wochenlang untergebracht sind. Nach Auflagen und empfindlichen Bußgeldern folgte 2013 eine Strafanzeige wegen Tierschutzverstößen. Wie der stern weiter schreibt, dauern die strafrechtlichen Ermittlungen dazu - parallel zu dem verwaltungsrechtlichen Verbotsverfahren noch an.
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