Aus der Wirtschaft Schweinefleisch: Exporte auf Rekordniveau

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Die deutschen Exporte von Schweinefleisch sind zu Beginn des Jahres schwach gestartet. In den letzten Monaten nehmen sie jedoch immer mehr Fahrt auf.

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Nach vorläufigen Angaben der AMI und des Statistischen Bundesamtes wurden im September 260.000 Tonnen Schweinefleisch inklusive Wurstwaren und Nebenerzeugnissen ins Ausland verkauft. Das Ausfuhrvolumen lag damit fast 20 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (isn). Der historische Ausfuhrrekord vom Oktober 2010 wurde nur knapp verfehlt.

Ausfuhrvolumen so hoch wie in keinem September zuvor

Im Vergleich zum Vormonat August stieg das Ausfuhrvolumen um weitere 12.325 Tonnen oder fünf Prozent an und lag mit 260.000 Tonnen Produktgewicht so hoch wie noch nie in einem September. Die Ausfuhren in die EU stiegen gegenüber August um drei Prozent und hatten einen Anteil von 68 Prozent an den Gesamtausfuhren.
 
Schwungvoller Drittlandshandel
 
Noch mehr Dynamik war im Drittlandshandel zu verzeichnen. Mit 83.225 Tonnen wurde niemals zuvor so viel Schweinefleisch auf den Weltmarkt verkauft, der Anteil stieg auf 32 Prozent. Größter Drittlandskunde blieb im bisherigen Jahresverkauf, trotz leicht rückläufiger Exportmengen, Russland. Doch es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wann die Ausfuhrmengen nach Hongkong und China dauerhaft größer ausfallen werden. Im September war dies das erste Mal der Fall. Nach Russland gingen 26.562 Tonnen, nach China/Hongkong 34.163 Tonnen.
 
Gefrorene Ware immer beliebter
 
Die Gesamtausfuhr in den ersten drei Quartalen beläuft sich auf etwas mehr als 1,9 Millionen Tonnen. Die Exportmenge des Vorjahreszeitraumes wird damit um 4,4 Prozent übertroffen. Während die Ausfuhren in die EU im bisherigen Jahresverlauf knapp unter dem Vorjahresniveau blieben, legten die Drittlandsexporte um 20 Prozent zu. Beim Blick in einzelne Warenkategorien fällt auf, dass die Ausfuhr von frischem Schweinefleisch in den ersten drei Quartalen knapp unter dem Vorjahreswert lag, während gefrorene Ware, Schlachtnebenerzeugnisse und Schweinefett deutliche Zuwachsraten aufwiesen. Mehr zum Schweinemarkt erfahren Sie auch in unserer Rubrik Märkte und Preise ...
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