Bundestagswahl SPD-Kanzlerkandidat Schulz: Chancengleichheit für ländliche Räume

Martin Schulz, SPD © Susie Knoll/SPD Bild vergrößern
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Die Gleichwertigkeit der Lebensbedingungen in Stadt und Land will SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz offenbar zu einem seiner politischen Schwerpunkte im Wahlkampf machen.

"Wir wollen, dass die Menschen in den Metropolen und Ballungsräumen genauso eine Perspektive haben wie die Menschen in den Regionen und ländlichen Räumen", sagte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz bei seiner Vorstellungsrede Ende Januar in Berlin. Der ehemalige Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Stadt Würselen nannte eine Reihe von Defiziten in ländlichen Räumen, die es zu beseitigen gelte.

Dazu zählten:

 

  • eine unzureichende medizinische Versorgung,
  • zu wenig Kindergärten und Schulen sowie
  • das Fehlen von Infrastruktur und ausreichenden Angeboten, um den Alltag zu bewältigen.

Zudem sei es "absurd", dass ein Viertel der Menschen, die im ländlichen Raum lebten, keinen oder nur schlechten Zugang zum Internet habe.

Umweltschutz verbessern

Die Landwirtschaft thematisierte der Kanzlerkandidat im Zusammenhang mit einer notwendigen Verbesserung des Umweltschutzes. Es gehe darum, "auf lokaler Ebene für eine nachhaltige Landwirtschaft mit gesunden Lebensmitteln zu sorgen und den Landschafts- und Tierschutz endlich ernst zu nehmen".

Mehrfach bekannte sich der frühere Präsident des Europaparlaments zur Europäischen Union. Mit ihm werde es kein "Europa-Bashing" geben, versicherte der SPD-Politiker. Er werde sich dafür einsetzen, dass die EU "besser, effizienter und bürgernäher" werde.

'Solidarität in der EU keine Einbahnstraße'

Ein Schlüsselbegriff in der Europapolitik ist für Schulz "Solidarität". Die sei allerdings "keine Einbahnstraße", so der Kanzlerkandidat im Hinblick auf die Weigerung einiger Mitgliedstaaten, Flüchtlinge aufzunehmen.

Eine künftige Bundesregierung müsse die Frage der Solidarität bei der Flüchtlingspolitik mit der nächsten EU-Finanzplanung verbinden, sollten einige Mitgliedstaaten daran festhalten, "bei der Finanzierung der Agrarfonds oder der Mittel für die Strukturfonds ‚Ja, bitte‘ zu sagen, bei der Solidarität mit Menschen aber ‚Nein, danke‘.


Mit Material von Agra Europe

Es grünt so grün: Die Agrarminister der Bundesländer
  • Helmut Brunner (CSU) ist seit 2008 Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. © StMELF Bayern
  • Peter Hauk (CDU) ist seit Mai 2016 bereits zum zweiten Mal Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. © CDU BW
  • Thomas Schmidt (CDU) ist seit November 2014 Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft in Sachsen. © SMUL/Foto-Atelier-Klemm
  • Jörg Vogelsänger (SPD) ist seit 2010 Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg. © Oliver Lang/SPD Brandenburg
  • Dr. Till Backhaus (SPD) ist seit November 2016 Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern. © Franklin Berger
  • Seit Februar 2013 ist Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. © Bündnis 90/Die Grünen
  • Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) ist ab dem 28.06.2017 erneut Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung in Schleswig-Holstein. © Olaf Bathke
  • Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) ist seit April 2016 Ministerin für Landwirtschaft, Umwelt und Energie in Sachsen-Anhalt. © Bündnis 90/Die Grünen
  • Seit dem 30. Juni 2017 ist Christina Schulze Föcking (CDU) Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. © Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW
  • Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen) ist seit Januar 2014 Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Hessen. © HSTK/HMUKLV
  • In Rheinland-Pfalz sind seit April 2016 gleich zwei Minister für die Landwirtschaft zuständig. Das Ressort Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau führt Volker Wissing (FDP). Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen) erhält als Umweltministerin die Zuständigkeit für die Ökologische Landwirtschaft. © Bündnis 90/Die Grünen, FDP
  • Birgit Keller (Die Linke) ist seit 2014 Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft in Thüringen. © TMIL/ Jens Meyer
  • Reinhold Jost (SPD) ist seit 2014 Minister für Umwelt und Verbraucherschutz sowie Minister der Justiz im Saarland. © saarland.de
  • Christian Schmidt (CSU) leitet seit Februar 2014 das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. © BMEL/photothek.net/Michael Gottschalk