Allgemeines Tipps zum Schlegeln von Zwischenfrüchten

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Um die Samenreife zu verhindern, sollten die Zwischenfruchtbestände mit beginnender Abreife geschlegelt werden. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen sagt, auf was es dabei zu achten gilt.

Um Samenreife zu verhindern, sollten Zwischenfruchtbestände mit Beginn der Abreife geschlegelt werden.
Erste Zwischenfruchtbestände, die als ökologische Vorrangfläche frühzeitig nach Wintergerste bestellt wurden, befinden sich in der Schotenbildung. Die Entwicklung wurde durch eine schwache N-Düngung und eine frühe Aussaat unter Langtagsbedingungen beschleunigt, wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in einem aktuellen Ratgeber schreibt. Die Kammer gibt in der Folge Tipps rund um das Schlegeln von Zwischenfrüchten.

Schlegeln bei Farbumschlag

Mit beginnender Abreife der unteren Schoten, also einem deutlichen Farbumschlag der Schoten beziehungsweise der Körner von glasig/grün zu gelb/braun, sollten die Bestände geschlegelt werden, um die Samenreife zu vermeiden.

Gewünschter Wiederaustrieb bei Ölrettich

Bei Ölrettich als dominierendem Mischungspartner führe das Schlegeln auf eine Reststängellänge von circa 30 Zentimeter zu einem Wiederaustrieb aus den unteren Blattachseln. Dies sei bei frühen Schlegelzeitpunkten zur Nährstofffixierung durchaus gewünscht.

Vorsicht bei Aussaatmischungen mit Buchweizen

Bei der Samenreife gilt laut LWK NRW nachfolgende Reihenfolge:
Buchweizen > Gelbsenf > Ölrettich > Phacelia
 
Daher sei besondere Vorsicht bei Aussaatmischungen mit Buchweizen gegeben. Bei Ölrettich gilt es, die deutlichen Sortenunterschiede bei der Samenreife zu beachten, so die LWK NRW.

Verlust von Fördergeldern droht

Die LWK NRW warnt jedoch davor, dass nicht alle Begrünungs-Programme ein Schlegeln des Aufwuchses vor Winter erlauben. Hier sind vor allem die Programme zum Schutz des Grundwassers zu nennen.
 
Überprüfen Sie daher genau welche Verpflichtungen sie eingegangen sind, damit es nicht zu einem Verlust von Fördergeldern kommt.

Wer die Samen von seinen Gemüsepflanzen sammelt, kann aus bewährten Sorten wieder neue Pflänzchen ziehen. Wie es geht und bei welchen Pflanzen es sich lohnt:

Tipps für den Gemüsegarten: So gewinnen Sie Samen
  • Tomatensorten lassen sich leicht vermehren. Der Vorteil dieses Gemüses: Tomaten kreuzen sich nicht untereinander, deshalb erhält man jedes Jahr wieder die gleichen Sorten. Von reifen Früchten streift man die gallertumhüllten Samen auf ein Küchentuch, dort kann man gleich den Sortennamen mit darauf schreiben, und kratzt sie ein paar Tage später ab, wobei man einen guten Teil des Fruchtfleisches entfernt. Zu viel Fruchtfleischreste begünstigen Fäulnis während der Keimung. (Foto: Meyer-Rebentisch)
  • In gesammelten Samen von Zucchini können Zierkürbisse eingekreuzt sein. Die Früchte können dann giftige Bitterstoffe enthalten. (Foto: Sophia Gottschaller)
  • Samen von Erbsen kann man zwar recht einfach sammeln, verschiedene Sorten kreuzen sich aber miteinander. (Foto: Scheu Helgert)
  • Die meisten Sämereien gewinnt man aus trockenen Samenständen. Dazu schneidet man am besten die ganzen Triebe ab, kurz bevor die Samenkapseln von selbst aufspringen, und hängt sie an trockener Stelle zum Nachtrocknen auf. (Foto: Scheu Helgert)
  • Trockene Samenstände wie hier von Rucola legt man nach dem Nachtrocknen in eine Wanne. Wenn man mit dem Fuß leicht auf sie tritt, lassen sie sich gut öffnen. (Foto: Scheu Helgert)
  • Koriander setzt viele Samen an, die man im nächsten Jahr wieder aussäen oder als Gewürz verwenden kann. Die Samen reinigt man mit einem Sieb von anderen Pflanzenteilen. (Foto: Scheu Helgert)
  • Die Samen der Schwarzwurzel können erst im zweiten Jahr geerntet werden. (Foto: Ute Klaphake)
  • Beim Salat verwendet man nur die schönen Exemplare und lässt sie blühen. (Foto: Scheu Helgert)
  • Fenchel neigt oft schnell zum Austreiben. Die Samen am besten nicht von schnell schossenden Exemplaren nehmen. (Foto: Scheu Helgert)
  • Wirsing blüht ähnlich wie Raps. Hier die Lokalsorte ‘Bamberger Wirsing’. (Foto: Scheu Helgert)
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