Ökologische Vorrangflächen Umfrage: So reagieren Landwirte auf das Pflanzenschutzverbot

Weiße und lila Lupinen auf einem Feld © Catrin Hahn/agrarmanager Bild vergrößern
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Wir wollten wissen, wie Sie auf das Verbot von Pflanzenschutzmitteln auf Greeningflächen reagieren. Das Ergebnis ist eindeutig.

Am Mittwoch hat das EU-Parlament den Plänen der Europäischen Kommission zum Greening zugestimmt. Neben einigen Greening-Vereinfachungen wurde damit auch ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln bei großkörnigen Leguminosen auf ökologischen Vorrangflächen auf den Weg gebracht. agrarheute wollte wissen, welchen Einfluss das Verbot auf den Anbau von Eiweißpflanzen hat.

Zwei Drittel bauen weniger Eiweißpflanzen an

Insgesamt haben 565 Landwirte an unserer Umfrage teilgenommen. Das Ergebnis ist eindeutig:

  • 385 wählten die Antwortmöglichkeit: "Ich werde deutlich weniger Eiweißpflanzen anbauen".  Das sind 68 Prozent der Teilnehmer.
  • Nur 67 oder knapp 12 Prozent entschieden sich für die Antwort: "Für mich ändert sich nichts, ich baue trotzdem Eiweißpflanzen an".
  • Die übrigen Landwirte (113) bauen bereits jetzt keine Eiweißpflanzen an, sodass sie vom Verbot nicht betroffen sind.

Heidl sieht Eiweißstrategie gefährdet

Das Ergebnis bestätigt die Befürchtungen, die auch der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, Walter Heidl sieht: "Das Verbot macht wichtige Fortschritte bei der europäischen Eiweißstrategie wieder zunichte, denn der Anbau von Eiweißpflanzen ist bei uns ohne einen bedarfsweisen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln praktisch unmöglich." Auch der beschleunigte Fortschritt bei der Zucht von Eiweißpflanzen droht nun ausgebremst zu werden, kritisiert Bauernpräsident Walter Heidl die Entscheidung des Parlaments.


Landwirt Bützler: Gülle fahren, Grasernte und Urlaub
  • Weil am Montag Feiertag war, begann die Woche auf dem Milchviehbetrieb von Landwirt Bützler erst am Dienstag. Der Lohnunternehmer kam mit zwei Gülle-Gespannen, um beim Gülle fahren zu helfen.

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  • Mit den großen Fässern des LU konnte Gülle schlagkräftig auf die weiter entfernten Flächen gebracht werden. Auf den ortsnahen Flächen brachte das Lohnunternehmen die Gülle mit dem Schleppschuh aus, um den Geruch auf einem Minimum zu halten.

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  • "Die großen Fässer haben den neuen Stall leer gefahren", schreibt uns Landwirt Bützler.

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  • "Damit keiner warten musste hat ein Fass nachher auf dem Futtertisch gesaugt und eins von außen", so der Milchviehhalter weiter.

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  • Mit dem eigenen Fass wurde Gülle aus dem alten Stall ausgebracht.

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  • Bis Mittwoch waren die Gespanne im Gülle-Einsatz.

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  • Danach brachte der Landwirt noch eine Herde Rinder auf eine neue Weide.

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  • Am Donnerstag kamen Melktechniker, um die Melkroboter zu warten.

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  • Weil es gegen Ende der Woche eigentlich ruhiger werden sollte, fuhr Landwirt Bützler spontan mit seiner Familie nach Holland ans Meer, um ein paar Tage Urlaub zu machen.

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  • Auf dem Hof kam die Arbeit deswegen aber nicht zum Erliegen. So mussten verschlissene Lamellen am Güllefass-Kompressor getauscht werden, da das Fass die Gülle nicht mehr richtig ansaugen konnte.

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  • Und die Familie brauchte Hilfe beim Gras wenden und Ballen fahren. Derweil konnte Landwirt Bützler den wohlverdienten Urlaub mit seiner Familie genießen.

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