Stand 24. März Vogelgrippe: Hier gilt die Stallpflicht

Freilandhühner mit Stall © agrarfoto.com Bild vergrößern
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Die Vogelgrippe mit dem hochansteckenden Erreger H5N8 ist weiter aktiv. Einige Bundesländer lockern allerdings die Stallpflicht. Das ist der aktuelle Stand.

Brandenburg: Stallpflicht auf Risikogebiete reduziert

„Die zunehmende Beruhigung der Seuchenlage ermöglicht die schrittweise Lockerung der Stallpflicht. In einem ersten Schritt wird zu einer risikoorientierten und lokal angepassten Stallpflicht von Geflügel übergegangen“, erklärte Verbraucherschutzminister Ludwig am 21.Märu in Potsdam.

Da die Aufstallung nach wie vor ein wichtiges Element in der Bekämpfung dieser Tierseuche ist, bei der es darauf ankommt, den Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel wirkungsvoll zu unterbinden, werden die Landkreise und kreisfreien Städte nach folgenden Risikokriterien die Stallpflicht im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt bis zum vollständigen Erlöschen des Seuchengeschehens festlegen: 

  • in einem Randstreifen um Ramsar-Gebiete,
  • in Wildvogeleinstandsgebieten (Wildvogelrast- und –sammelplätze),
  • in nach der Geflügelpestverordnung eingerichteten Restriktionszonen und
  • im Falle von Geflügelpestnachweisen bei Wildvögeln. 

Die Landkreise und kreisfreien Städte können auf der Basis einer lokalen Risikobewertung die Aufstallung in weiteren Gebieten anordnen. 

Historie der Fälle in Brandenburg:

  • Im Märkisch-Oderland wurde der Erreger am 17. Februar in einem Entenbestand nachgewiesen, ca. 16.000 Tiere mussten getötet werden.
  • In einem Entenmastbetrieb in Märkisch-Oderland wurde Ende Januar das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen. 27.000 Enten mussten gekeult worden.
  • Im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg ist die Vogelgrippe am 18. Januar in einem Putenmastbetrieb mit 45.000 Tieren nachgewiesen worden.
  • Am 12. Januar wurde der Ausbruch der Vogelgrippe H5N8 in einem Putenbestand in Kyritz bestätigt. Auch hier mussten die 11.000 Tiere getötet werden.

Schleswig-Holstein: Lockerung der Stallpflicht

Die Stallpflicht wird im nördlichen Landesteil Schleswig-Holsteins gelockert. Von morgen an (25. März 2017) können Geflügelhalter nördlich des Nord-Ostsee-Kanals das Geflügel wieder ins Freie lassen, wenn sie bestimme Schutzvorkehrungen treffen. In besonderen Risikogebieten, Regionen mit hoher Geflügeldichte und bestehenden Restriktionszonen bleibt die Stallpflicht aber auch nördlich des Kanals bestehen.

  • Die Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland lockern die Stallpflicht.
  • Der Kreis Dithmarschen sowie die Stadt Kiel werden aufgrund aktueller Nachweise bei Wildvögeln, der hohen Geflügeldichte weiterhin komplett aufstallen.
  • Auch der Kreis Rendsburg-Eckernförde hat mitgeteilt, dass die Stallpflicht derzeit aufrechterhalten wird.

Mit Material von melur

Hessen: Stallpflicht aufgehoben

Die aktuelle Zahl von Vogelgrippe bei Wildvögeln in Hessen ist rückläufig. Der letzte infizierte Wildvogel wurde am 6. März 2017 aufgefunden. Das gab Umweltministerin Priska Hinz am 22. März in Wiesbaden bekannt. „Die Stallpflicht in Hessen kann aufgrund dieser Entwicklungen grundsätzlich aufgehoben werden.

Ab sofort (22. März) gilt die Stallpflicht nur noch in den definierten Risikogebieten, also in der Nähe von Wasservogelrast- und Wildvogelsammelplätzen sowie in den aufgrund von Vogelgrippeausbrüchen bei Wildvögeln eingerichteten Restriktionszonen. Damit sind bis auf weiteres auch wieder lokale Geflügelausstellungen möglich.

Bis 9. Februar gab es in Hessen zwölf belegte Fälle des Vogelgrippeerregers H5N8. Dabei handelte es sich um elf Wildvögel und einen Rosapelikan aus dem Opel-Zoo in Kronberg im Taunus.

Schleswig-Holstein: Ministerium erwartet im Frühjahr Stabilisierung der Situation

Die landesweite Stallpflicht und die strengen Biosicherheitsmaßnahmen gelten nach wie vor (Stand: 23. März). Allein im Februar wurden mehr mit dem Vogelgrippe infizierte Wildvögel nachgewiesen als in den beiden Monaten davor zusammen.

Das Landwirtschaftsministerium erwartet aber im Frühjahr eine Stabilisierung der Situation. Mit Ende des Spätwintervogelzuges, mit zunehmenden Temperaturen und der höheren UV-Strahlung werde der Infektionsdruck voraussichtlich nachlassen. "Für diese Situation schaffen wir jetzt die Voraussetzungen für einen risikobasierten Ausstieg aus der landesweiten Stallpflicht. Wann tatsächlich die Teilaufhebung erfolgen kann, ist nicht genau absehbar", erklärte Minister Robert Habeck (Grüne) dazu in Kiel.

Ende Januar kündigte das Landwirtschaftsministerium an, dass Produzenten von Freilandeiern sollen daher nun Ausgleichszahlungen des Landes bekommen. "Auch knapp zwölf Wochen nach Ausbruch der Geflügelpest gibt es weiterhin keine Entwarnung", sagte Habeck.

  • Nach dem Ausbruch der neuen Virus-Variante H5N5 (23. Januar) hatte sich die Geflügelpest in Schleswig-Holsteins größtem Putenmastbetrieb in Steinburg ausgeweitet. Insgesamt waren rund 33.000 Tieren betroffen. Die Kreisverwaltung hatte Katastrophenalarm ausgerufen, um kurzfristig zusätzliches Personal bei Polizei, Feuerwehr und weiteren Hilfskräften heranziehen zu können.
  • Am 19. November wurde gemeldet, dass an zwei Standorten eines Geflügel-Betriebes im Kreis Dithmarschen insgesamt 8.800 Gänse wegen der Vogelgrippe getötet werden sollen.
  • Am 13. November wurden nach dem Nachweis der Vogelgrippe in einem großen Geflügelbetrieb alle 30.000 Hühner gekeult.

Bereits seit dem 8. November gilt in Schleswig Holstein ein Aufstallungsgebot für sämtliches Geflügel. Die Biosicherheitsmaßnahmen gelten auch für Kleinbetriebe (unter 1.000 Stück Geflügel) und für Geflügelhobbyhaltungen.

Mecklenburg-Vorpommern: Risikobasierte Stallpflicht

Am 17.03.2017 stimmten die Veterinärämter der Landkreise dem Erlassentwurf über die risikobasierte Aufstallungspflicht des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt MV vom 16. März 2017 zu. Der finale Erlass wurde im Anschluss an die Landkreise übersandt. Demnach ist die Auslaufhaltung des Geflügels in weiten Teilen des Landes wieder möglich. Hiervon ausgenommen bleiben Risikogebiete rund um die großen Wasserläufe und Seen sowie an der Küste. Die einzelnen Gebietskulissen wurden von den Landkreisen in Abstimmung mit dem Ministerium festgelegt. Informationen über die konkrete Gebietskulisse im eigenen Landkreis erhalten Geflügelhalter im zuständigen Veterinäramt.

Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus kritisierte Mitte Februar den bundesweit unterschiedlichen Umgang mit der Stallpflicht. Backhaus hatte deshalb das Bundeslandwirtschaftsministerium um die Einberufung des zentralen Krisenstabes gebeten.

  • Ende Januar hatte sich Verdacht Vogelgrippe in einem Legehennenbetrieb in Schwanheide (Kreis Ludwigslust-Parchim) bestätigt. Alle 106.000 Hennen müssen gekeult werden.
  • In einem Mastbetrieb mit rund 40.000 Puten bei Tribsees hat sich der Verdacht auf Geflügelpest mit dem hochansteckenden Virus H5N8 bestätigt (27. Januar).

Seit 14. November gilt in Mecklenburg-Vorpommern die Stallpflicht. Um das Risiko einer Übertragung des Geflügelpest-Virus von Wildvögeln auf Hausgeflügel zu minimieren, erteilte Minister Backhaus auch ein vorübergehendes Jagdverbot für dem Jagdrecht unterliegende Wildvögel.

Sachsen-Anhalt: Lockerung der Stallpflicht

Auch in Sachsen-Anhalt wird die Stallpflicht gelockert (Stand 14. März). Im Landkreis Salzlandkreis wird sie teilweise, im Landkreis Harz komplett aufgehoben. Hier seien seit einigen Wochen keine Verdachtsfälle mehr in Hausgeflügelbeständen aufgetreten. Außerdem gab es seit längerer Zeit keine Nachweise des hochpathogenen Erregers H5N8 bei Wildvögeln.
 
Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert: "Wir können für den Salzlandkreis aber nur teilweise Entwarnung geben. Die Aufhebung der Stallpflicht gilt dort nur für Bereiche außerhalb von Risikogebieten, also zum Beispiel außerhalb einer 10 km Zone um EU-Wildvogelrastgebiete."

Die zuständigen Behörden in den Landkreisen bereiten derzeit entsprechende Regelungen vor. Im Salzlandkreis werden sie Risikobewertungen durchführen, um Areale festzulegen, in denen die Aufstallung des dort gehaltenen Geflügels aufrecht erhalten bleibt.

Die Stallpflicht wurde Ende November vergangenen Jahres landesweit ausgesprochen, um eine mögliche Ausbreitung des hochpathogenen Geflügelpest-Erregers zu verhindern. In den restlichen Landkreisen bleibt die Stallpflicht weiterhin bestehen.

Baden-Württemberg: Keine vollständige Aufhebung der Stallpflicht

Im Vergleich zu den nördlichen Ländern habe sich die Vogelgrippe-Situation in Baden-Württemberg deutlich entspannt, erklärt Agrarminister Peter Hauk (CDU) am 14. März in Stuttgart. Solange der Vogelzug noch anhalte, könne jedoch keine vollständige Aufhebung der Stallpflicht ermöglicht werden.

"Die Aufstallung wird deshalb in Baden-Württemberg in den Uferbereichen des Bodensees, des Rheins, des Mains, der Donau im Stadtgebiet Ulm sowie im Alb-Donau-Kreis und im Landkreis Sigmaringen, am Federsee sowie an den Ablacher und Sauldorfer Seen mit einer Breite von 500 Metern vom 16. März 2017 bis einschließlich 20. April 2017 verlängert. Zusätzlich wird die Aufstallung im gesamten Gebiet der Stadt Ulm sowie in den an die Stadt Ulm unmittelbar angrenzenden Gemeinden bis einschließlich 24. März 2017 verlängert", erklärte Hauk.

Neben der risikoorientierten regionalen Aufstallungspflicht gilt weiterhin landesweit die konsequente Einhaltung strenger Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen bis 20. Mai unverändert für alle Halter weiter.

Bayern lockert die Stallpflicht

Das aktuelle Geflügelpestgeschehen bei Wildvögeln in Bayern ist in den letzten Wochen rückläufig. Das gab die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf am 16. März in München bekannt. "Die allgemeine Stallpflicht für ganz Bayern wird gelockert. Ab sofort gibt es nur noch eine örtlich begrenzte Aufstallungspflicht bei neuen Nachweisen der Geflügelpest. Damit sind bis auf weiteres auch wieder Ausstellungen und Märkte möglich. Eier können wieder als Freilandeier vermarktet werden", erklärt Scharf.

Nordrhein-Westfalen: Landesvorgaben für Stallpflicht aufgehoben

Die Landesvorgaben für die Aufstallung von Geflügel wurden am 16.03 2017 aufgehoben. Die Entscheidung, ob in einzelnen Regionen Geflügel weiterhin eingesperrt bleibt, liegt nun bei den Kreisen und kreisfreien Städten im Land. Es wird aber nach wie vor zur größten Sorgfalt bei der Hygiene aufgerufen, da das Geflügelpest-Virus H5N8 immer noch vorhanden ist und auch jederzeit wieder aktiv werden kann.

Anfang 03. Februar hob das NRW-Verbraucherschutzministerium die Aufstallungsanordnung für diejenigen Gemeinden auf, in denen weniger als 300 Stück Geflügel pro Quadratkilometer gehalten werden. Das Ministerium folgte damit nach eigenen Angaben der Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), das eine risikobasierte und damit regional angepasste Vorgehensweise empfiehlt. Die Vogelgrippenachweise hätten sich zuvor ausschließlich auf die Regionen mit bekannten Vogelrastgebieten oder mit einer höheren Geflügeldichte beschränkt.

Die Umsetzung erfolgt durch die Kreise und kreisfreien Städte, die durch besondere Umstände auch zu einer anderen Einschätzung kommen könnten

  • Am 12. Januar hatte sich in einem Betrieb in Delbrück-Westenholz (Nordrhein-Westfalen) ein weiterer Verdacht auf Vogelgrippe in NRW bestätigt. Auf dem betroffenen Hof mussten 4.000 Puten und 36.000 Junghennen getötet werden.
  • Am 18. Dezember wurden nach dem Ausbruch des H5N8-Erregers in einem großen Mastbetrieb bei Soest in Westfalen 7.600 Puten und 14.000 Küken gekeult. Laut Umweltministerium NRW wurden die Kreise und kreisfreien Städte daraufhin gebeten, eine generelle landesweite Aufstallpflicht anzuordnen (Stand: 20. Dezember). Seit dem 15. November galt die Stallpflicht für Hausgeflügelbestände, die sich in Risikogebieten befinden.

Niedersachsen: kreisweite Aufstallungsgebote

Niedersachsen hat aufgrund einer neuen Risikobewertung ein Ende der Stallpflicht für Geflügel in Teilen des Landes verfügt (Stand: 13. Februar). Nur noch in Landkreisen mit einer besonders hohen Geflügeldichte und dort, wo ein besonderes Wildvogel-Risiko besteht, soll die Stallpflicht bestehen bleiben. Nach ersten Schätzungen werden somit bis zu 70 Prozent der geflügelhaltenden Betriebe (rund 37.000 Geflügelhalter) von einer weiteren Aufstallung verschont.

  • Ende Januar wurde ein Vogelgrippe-Fall in einem Betrieb in Bösel mit rund 7.500 Putenhähnen festgestellt. Es gab einen Kontakt zu zwei weiteren Betrieben mit 22.500 Tieren, alle 30.000 Tiere sollen getötet werden.
  • Am 18. Januar hatte es in Bösel einen ersten Vogelgrippe-Fall gegeben.
  • Im Kreis Oldenburg mussten in einem Betrieb in der Gemeinde Hude 7.300 Puten getötet werden (06. Januar).
  • Anfang des Jahres war je ein Betrieb im Landkreis Oldenburg (18.800 Putenhähne) sowie ein weiterer im Landkreis Cloppenburg (8.200 Putenhähne) betroffen. Der Betrieb in Garrel liegt im Sperrbezirk des ersten dortigen Falles vom 25. Dezember.

Nahezu alle Landkreise hatten seit November 2016 kreisweite Stallpflicht ausgerufen. Eine landesweite Stallpflicht lehnte der Landtag ab.

Am 21. November ist die "Verordnung über besondere Schutzregeln in kleinen Geflügelhaltungen" laut Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Kraft getreten, die strengere Anforderungen für Geflügelhaltungen unter 1.000 Tieren und Hobbyhaltungen vorschreibt.

Sachsen: Allgemeine Stallpflicht aufgehoben

Am 17. März wurde in Abstimmung mit dem Sozialministerium von der zuständigen Landesdirektion Sachsen festgelegt, die allgemeine Stallpflicht für Geflügel aufgehoben. 

Mit der Aufhebung der Stallpflicht gilt die Geflügelpestverordnung des Bundes weiter. Nunmehr entscheiden die örtlichen Veterinärbehörden über im Einzelfall notwendige Maßnahmen. Bei neuen Funden von infizierten Tieren werden dann weiterhin Restriktionsgebiete ausgewiesen.

In den noch bestehenden Restriktionszonen bleiben die behördlich angeordneten Maßnahmen und damit auch die Stallpflicht in Kraft.

Am 30. Januar 2017 wurden in einem Nutztiergeflügelbestand im Landkreis Nordsachsen über 250 tote Puten festgestellt. Untersuchungen der Landesuntersuchungsanstalt haben am Dienstag das hochpathogene Geflügelpestvirus H5 festgestellt. Insgesamt sind in dem Betrieb 6.500 Tiere sind betroffen. Der Putenbestand befindet sich in einem Sperrbezirk, der nach dem Fund einer infizierten Reiherente am 16. Januar eingerichtet wurde.

Es ist der erste Ausbruch in einem Geflügelbestand im Freistaat. Zuvor war Virus an Wildvögeln festgestellt worden.

Die Landesdirektion und das Ministerium für Verbraucherschutz Sachsen hatten bereits am 14. November eine landesweite Aufstallung angeordnet.

Thüringen: Aufhebung der Stallpflicht im Wartburgkreis

Im Wartburgkreis wurde Stallpflicht für Geflügel am 17. März aufgehoben. Die Stallpflicht wurde aufgrund der aktuellen Risikoanalyse vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Wartburgkreises und der Stadt Eisenach aufgehoben. Das teilte der Kreis jetzt mit.

Seit 30. Januar galt auch in ganz Thüringen eine Stallpflicht für Hausgeflügel. Der Virus H5N8 wurde zuvor in einem Hobbygeflügelbestand in Zeulenroda-Triebes (Landkreis Greiz) amtlich festgestellt. Zuvor galt die Stallpflicht nur in Risikogebieten, da das Virus H5N8 im Freistaat nur bei Wildvögeln nachgewiesen worden war.

Den ersten amtlichen Fall von Vogelgrippe gab es am 13. Dezember bei einer toten Reiherente.

Rheinland-Pfalz: Kreisweite Aufstallung und in Risikogebieten

Das Vogelgrippevirus wurde nun auch in einem rheinland-pfälzischen Hausgeflügelbestand am 1. März festgestellt. In dem privaten Kleinstbestand in der Verbandsgemeinde Hettenleidelheim (Kreis Bad Dürkheim) sind zwei Gänse verendet. Das Landesuntersuchungsamt (LUA) hat in den Proben das Vogelgrippevirus H5N8 nachgewiesen.

In Rheinland-Pfalz wurde bislang bei 8 Schwänen und 2 verendeten Reiherenten die hochpathogene Form des H5N8 festgestellt (Stand: 30. Januar). Zudem war die niedrigpathogene Form der Vogelgrippe H5N3 in einem Rassegeflügelbetrieb in Wörth ausgebrochen.

Eine kreisweite Stallpflicht besteht in den Landkreisen Ahrweiler, Germersheim, Mainz-Bingen, Mayen-Koblenz, Neuwied, Rhein-Lahn-Kreis, Westerwald und der Vulkaneifel.

Eine Stallpflicht in begrenzten Risikogebieten ist in den Landkreisen Alzey-Worms, Cochem-Zell, Rhein-Pfalz-Kreis, Bernkastel-Wittlich (ab 01. Februar) und dem Rhein-Hunsrück-Kreis (Aufstallung entlang des Rheins geplant) ausgerufen worden.


Mit Material von zuständige Ministerien
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