Wolf in Mecklenburg-Vorpommern Wolf reißt erst Färse, dann Ochse

Wolfsriss Rind © Nicole Gottschall Bild vergrößern
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Zum zweiten Mal wurde die Rinderherde der Niendorfer Landerzeuger in Ludwigslust Opfer von Wölfen. Diesmal rissen sie einen 500 kg schweren Ochsen.

Zum wiederholten Male ist es im Kreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern. zu einem Wolfsriss gekommen. "Dies ist bereits der zweite Riss in einer Rinderherde der Niendorfer Landerzeuger GmbH", erklärt Nicole Gottschall, Geschäftsführerin des Bauernverbandes Ludwigslust. Im vergangenen Herbst wurde bereits eine Färse auf einer benachbarten Weide gerissen. Auch dieser Wolfsriss wurde vom Gutachter und dem Ministerium bestätigt.

Spuren deuten auf Wolf hin

Am 9. August fand Landwirt Hans-Werner Mau, Geschäftsführer der Niendorfer Landerzeuger GmbH, den gerissenen Ochsen während der morgendlichen Weidekontrolle. Die Weide mit 105 Ochsen im Alter von 8 bis 16 Monaten befindet sich in der Gemarkung Woosmer nahe der Ortschaft Schlesin.

Für die Mitarbeiter der Niendorfer Landerzeuger GmbH, Jäger und Förster aus der Region handelt es sich eindeutig um einen Wolfsriss. Die erste Einschätzung des Wolfsgutachters bestätigt diese Meinung. Sowohl die Spuren am Tier, als auch die Schleifspuren auf der Weide zeigen, dass der ca. 400 bis 500 Kilogramm schwere Ochse sehr wahrscheinlich von einem Wolf angegriffen wurde.

Nachwuchs bei Wolfsrudel in Mecklenburg-Vorpommern

Für das erste der drei in Mecklenburg-Vorpommern bekannten Wolfsrudel wurde der diesjährige Nachwuchs dokumentiert: Auf der Naturerbe-Bundesfläche Lübtheener Heide bestätigen Fotofallenbilder vier Welpen. Das Lübtheener Wolfsrudel hat seit 2014 jährlich Nachkommen aufgezogen.


Mit Material von BV MV

Die Wolfsvorkommen in Deutschland im Überblick
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