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18. Thüringer Düngungs- und Pflanzenschutztagung

von , am
18.11.2009

Jena - Über die bedarfsgerechte Düngung und den sachgerechten Pflanzenschutz im Ackerbau informiert die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft am 19. November 2009 im Kultur- und Kongresshotel Pfiffelbach (Landkreis Weimarer Land).

© agrarfoto.com

Einen Schwerpunkt der traditionellen Vortragsveranstaltung bilden neue rechtliche Regelungen für Düngung und Pflanzenschutz. Wolfgang Altmann vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz referiert unter anderem über die Novellierung des Thüringer Wassergesetzes und deren Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Bernhard Osterburg vom Johann Heinrich von Thünen-Institut in Braunschweig informiert über politische Ziele zur Senkung der nationalen Stickstoffüberschüsse und daraus resultierender Anforderungen an die Landwirtschaft.

Weitere Vorträge beschäftigen sich mit Strategien zur effizienten und umweltverträglichen Düngung im Ackerbau. Im Mittelpunkt stehen Informationen über Fortschritte bei der Ermittlung des Stickstoffdüngebedarfs im Ackerbau, für die ab der Düngungssaison 2010 das Internetangebot der TLL erweitert wird. Weitere Themen sind aktuelle Ergebnisse zur nachhaltigen Humusversorgung der Böden sowie zum sachgerechten Einsatz von Gärresten, die infolge der zunehmenden Biogaserzeugung im größeren Umfang anfallen und in der Landwirtschaft zu verwerten sind. Auf der Tagung wird auch auf aktuelle Fragen zum Auftreten von Krankheiten und Schädlingen im Ackerbau sowie des effizienten Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln eingegangen.

Dr. Karin Corsten vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Braunschweig berichtet über Ergebnisse des bundesweiten Kontrollprogramms zum Pflanzenschutz. Weitere Schwerpunkte sind Fragen der Wirtschaftlichkeit des Fungizideinsatzes in Getreide, der aktuellen Zulassungssituation bei Pflanzenschutzmitteln sowie das Auftreten des Rapsglanzkäfers in Thüringen, der zunehmend große wirtschaftliche Schäden im Rapsanbau verursacht. Die Veranstaltung, zu der 500 Teilnehmer erwartet werden, richtet sich an Landwirte, Berater, Agrar- und Umweltverwaltung sowie Vertreter von Dünge- und Pflanzenschutzmittelherstellern und den Agrarhandel. (pd)

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