Login
Düngeverordnung

Am 31.1. endet die Sperrfrist: Was Sie beachten müssen

Düngung von Raps
am
31.01.2019

Das Ende der Sperrfrist ist noch kein Freifahrtsschein. Speziell auf gefrorenen und schneebedeckten Feldern gelten scharfe Auflagen.

Am 1. Februar endet die Sperrfrist für stickstoffhaltige Dünger. Wer einen Sonderantrag gestellt hatte, durfte bereits seit 16. Januar wieder ins Grünland. Wenn es der Boden zulässt, dürfen Acker und Grünland ab Februar wieder mit Nährstoffen versorgt werden. Das gilt für organische wie auch für mineralische Dünger.

Die erste Gabe muss aber so erfolgen, dass der Stickstoff zum Vegetationsstart auch wirkt. Dabei sind die rechtlichen Vorgaben einzuhalten.

Boden muss die Nährstoffe aufnehmen können

Das bedeutet: Stickstoff- und phosphathaltige Dünger, darunter fallen neben Mineraldüngern auch Gülle, Jauche, Gärreste, Mist und Kompost, dürfen nicht aufgebracht werden, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt ist.

Diese Regel gilt für Grünland und Ackerland gleichermaßen und soll der Abschwemmungsgefahr vorbeugen.

Was bedeutet wassergesättigt?

Wassergesättigt, also nicht aufnahmefähig, ist ein Boden unter diesen Bedingungen:

  • Auf freier, ebener Fläche (nicht Fahrspuren) sind Wasserlachen sichtbar oder
  • beim Formen des Bodens (außer Sand) tritt Wasser aus bzw.
  • ein Befahren bei frostfreiem Boden ist nicht möglich.

Das Ausbringverbot gilt auch für Flächen, bei denen Schmelzwasser bedingt durch Frost im Untergrund nicht versickern kann.

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen stellt klar: Dank Verschlauchung und Reifendruckregelanlagen lassen sich zwar auch kaum tragfähige Böden befahren; das Verbot gilt aber dennoch.

Gefrorener Boden: Ausbringung ja, aber…

Das beliebte Düngen bei gefrorenem Boden ist nur dann erlaubt, wenn alle dieser fünf Bedingungen eingehalten werden:

  • Der Boden wird durch Auftauen am Tag des Aufbringens aufnahmefähig. Die oberste Bodenschicht taut auf und ein Einsickern in den Boden ist gewährleistet.
  • Ein Abschwemmen in oberirdische Gewässer oder auf benachbarte Flächen ist nicht zu befürchten.
  • Auch bei einsetzendem Tauwetter und Niederschlägen darf es keinen oberflächigen Abfluss geben. Damit scheiden hängige Flächen nahezu aus.
  • Eine Pflanzendecke aus Winter- oder Zwischenfrucht oder aus Grünland muss vorhanden sein. Gemeint sind wachsende Kulturpflanzen, abgestorbene Zwischenfrüchte fallen nicht darunter.
  • Wenn durch das Befahren bei frostfreiem Boden die Gefahr einer Bodenverdichtung und von Strukturschäden nicht besteht.

Bei gefrorenem Boden dürfen maximal 60 kg Gesamt-N/ha ausgebracht werden. Das gilt für die gesamte Dauer der Frostperiode, bis der Boden einmal komplett frostfrei ist.

Eine Düngung ist dann zulässig, wenn der Boden tagsüber oberflächig auftaut und die ausgebrachten Dünger aufnehmen kann. Bei Dauerfrost ist sie demnach untersagt.

Komplettes Verbot bei Schnee

Bei Schneeauflage war eine Düngung bisher nur dann verboten, wenn die Schneedecke mehr als 5 cm hoch war. Diese Höhenbeschränkung ist komplett entfallen. Jetzt ist auch bei geringer Schneeauflage keinerlei Düngung mehr zulässig.

Als Richtschnur für die Praxis kann gelten, dass eine Düngung verboten ist, sobald die Bodenoberfläche wegen Schnee nicht mehr zu erkennen ist.

Mit Material von Jelko Djuren und Tim Eiler, LWK Niedersachsen

Claas Xerion 4000 mit SGT-Gülleaufbau für 243.950 EUR

CLAAS Xerion 4000 Gülleselbstfahrer Bild 1
CLAAS Xerion 4000 Gülleselbstfahrer Bild 2
CLAAS Xerion 4000 Gülleselbstfahrer Bild 3
CLAAS Xerion 4000 Gülleselbstfahrer Bild 4
CLAAS Xerion 4000 Gülleselbstfahrer Bild 5
Auch interessant