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39.000 Bauern unterschreiben für den Pflanzenschutz

von , am
10.05.2014

Brüssel - Die deutschen Bauern fordern ein Überdenken der geplanten Düngebegrenzung. Der Bauernverband hat jetzt eine Unterschriften-Sammlung an EU-Umweltkommissar Janez Potocnik übergeben.

Über 39.000 Landwirte und Ackerbauexperten haben ihre Unterschrift unter die Forderung "Pflanzen ernähren und schützen" gesetzt und damit einen modernen und nachhaltigen Ackerbau in Deutschland und Europa gefordert, berichtet der Deutsche Bauernverband (DBV). Konkreter Anlass der Unterschriftenaktion sind die Pläne der EU-Kommission, im Rahmen der Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie von Deutschland die Einführung von starren Obergrenzen für die Düngung zu fordern. Diese würden jedoch dem deutschen Konzept einer bedarfsgerechten und standortangepassten Düngung widersprechen.
 
Am 7. Mai 2014 wurden die Unterschriften durch DBV-Vizepräsident Werner Schwarz und den DBV-Umweltbeauftragten Friedhelm Decker gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Karl-Heinz Florenz an den EU-Umweltkommissar Janez Potocnik in Brüssel überreicht.
 

Pflanzenschutz ist bedroht

In dem Gespräch räumte Umweltkommissar Potocnik ein, dass die EU-Kommission den Mitgliedstaaten nicht die Methodik einer standort- und bedarfsgerechten Düngung vorschreiben werde, wenn sichergestellt sei, dass die Nährstoffüberschüsse zurückgingen. Die Aktion wurde vom DBV auf der Agritechnica 2013 in Hannover gestartet.
 
Die Unterschriftenaktion wandte sich an die beiden EU-Kommissare für Umwelt, Janez Potocnik, und für Gesundheit, Tonio Borg und richtete sich gegen eine Einschränkung zugelassener Pflanzenschutzmittel aufgrund überzogener Risikobetrachtungen. Vorhandene Maßnahmen zur Risikominderung würden von den Behörden häufig nicht ausreichend berücksichtigt. Damit drohe eine Zunahme der Fälle, in denen keine praktikablen Bekämpfungsverfahren für Pflanzenkrankheiten existieren, erklärt der DBV.
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