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Weiter abwärts für Mais und Weizen

© Fritz/agrarheute.com
von , am
12.08.2013

Heute veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium seine neue Einschätzung der neuen Ernte. Getreide- und Ölsaaten haben darauf vorab mit weiteren Preisabschlägen reagiert.

© Wirepec/fotolia
Vor allem Mais und Weizen, aber auch Soja und Raps gingen am Freitag mit einem Minus aus dem Handel. Im elektronischen Handel in Chicago gaben die Preise für Mais und Weizen in der Nacht vom Sonntag zum Montag weiter leicht nach.
 
Dagegen konnten sich Soja und Raps im elektronischen Handel etwas von ihren Freitagsverlusten erholen.

Mais macht Preisdruck

Die Erwartungen an den neuen USDA-Report sind vor allem hinsichtlich der Markt- und Preisbestimmenden neuen US-Maisernte eindeutig. Hier gehen die Analysten wegen der guten Wachstumsbedingungen im Mittelwesten von höheren Erträgen und demzufolge von einer weiteren (moderaten) Korrektur der neuen US-Maisernte und der Endbestände nach oben aus.
 
Einen gewissen Unsicherheitsfaktor (auch für Soja) für die Prognose bildeten bislang die zu geringen Niederschläge im wichtigsten US-Maisanbaustaat Iowa. In der laufenden Woche soll es aber auch dort ausreichend Regen geben.
 
Die Maispreise gaben in den USA am Freitag für die vorderen Termine um gut 1,5 Prozent (%) und für die hinteren Termine um ein Prozent nach.

Europäischer Mais unter Druck

In Europa kostete Mais der neuen Ernte trotz des ebenfalls kräftigen Preisrückgangs der letzten Wochen deutlich mehr als in den USA. Außerdem ist der Preisabstand zwischen Mais und Weizen hierzulande erheblich kleiner als in Übersee.

Weizen kann sich nicht halten

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Auch die Weizenpreise gaben am Terminmarkt in den USA mit den weiter fallenden Maispreisen nach. Dabei rechnen die Analysten für die USA eigentlich mit einer leichten Korrektur der US-Weizenernte und auch der US-Endbestände nach unten. Grund ist die etwas unter den Erwartungen des USDA bleibende Produktion bei Sommerweizen, während bei Winterweizen die Prognose des USDA bestätigt wird.
 
In Verbindung mit dem weiterhin sehr gut laufenden Export, müsste dies die Weizenpreise eigentlich stützten. Preisdruck geht jedoch von der erwarteten Korrektur der globalen Weizenproduktion und Endbestände nach oben aus.
Unter anderem rechnet man mit einer größeren Weizenernte in der EU und der Ukraine sowie in Kanada.
 
Nach Einschätzung vieler Analysten ist der Preisabstand zwischen Mais und Weizen in den USA nach wie vor zu groß. Entsprechend kommt der Druck auf die US-Weizenpreise sowohl von den internationalen Märkten (Rekordernte) und den Exportpreisen als auch vom Mais. 
 
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