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Agrartage 2013: BayWa setzt auf mehr Beratung

von , am
20.06.2013

Gründl - Die Praxisfeldtage der BayWa waren dieses Jahr gut besucht. Auf 45.000 Quadratmetern Fläche konnten sich Landwirte rund um den Pflanzenbau informieren.

Feldführung auf dem Versuchsgelände der BayWa © Katharina Krenn/agrarheute
Über 3.500 Landwirte aus Bayern und der Region fanden dieses Jahr ihren Weg auf das Hauptversuchsgelände der BayWa in Gründl bei Nandlstadt. Auf 45.000 Quadratmetern konnten sich die Besucher über Sorten, Anbau und Produktionstechnik informieren und an Feldführungen teilnehmen. Die BayWa zeigte an rund 900 Schauparzellen das Wachstumsverhalten der Pflanzen bei verschiedenen Produktions- und Saatverfahren sowie unterschiedliche Fungizid- und Düngevarianten. Schwerpunkt der BayWa Feldtage war eine fachliche Beratung zu allen Fragen rund um den Pflanzenbau und Tierhaltung.
 

BayWa verdoppelt Beraterzahl

Die BayWa will seine Beratungsleistung verstärken und seine Beraterzahl bundesweit zukünftig verdoppeln. "Beratung ist ein wichtiger Baustein in der Argarstrategie", sagte BayWa Agrarvorstand Dr. Josef Krapf in der Pressekonferenz. Das Unternehmen geht davon aus, dass die staatliche Beratungsleistung zunehmend weniger werden wird. In einigen Bundesländern wie Sachsen sei die staatliche Beratung beim Pflanzenbau mittlerweile fast an einem Nullpunkt angekommen. "Wir wollen uns entsprechend rüsten, weil wir diese Entwicklung kommen sehen.", so Krapf.
 

Mit neuen Verfahren mehr Ertrag

Ein Erlkönig von Horsch: die Vorserie einer Strip-Till-Sämaschine befand sich auf dem Gelände. © Katharina Krenn/agrarheute
Wie Dr. Krapf weiter verdeutlichte, werden heutzutage die äußeren Rahmenbedingungen immer entscheidender. Um die Landwirte auf die volatilen Märkte vorzubereiten und fit zu machen für den verstärkten Wettbewerb, "führt die BayWa Innovationen ins Feld und bringt Effizienz in den Stall", betonte Dr. Krapf. So gelinge es beispielsweise mit dem neuen Strip-Till-Verfahren im Pflanzenbau, einen optimalen Wurzelraum für die Pflanzen zu schaffen und so den Ertrag zu erhöhen. Um auch den Landwirten "im Stall an der Seite zu stehen, hat die BayWa eine umfassende Futtermittel-Beratung", erklärte Dr. Krapf.
 

Mit Preisabsicherungssystem schützen

Die BayWa habe außerdem ihren Kurs Richtung Internationalisierung ausgerichtet. "Durch die jüngsten Übernahmen der internationalen Getreidehändler Cefetra B.V. und Bohnhorst sowie des neuseeländischen Obsthändlers Turners & Growers sind wir nun in der Lage, weltweit mit Rohstoffen zu handeln und sie unseren Kunden zu liefern". Auch der Landwirt selbst müsse sich für einen volatilen Markt rüsten. Mit einem breiten Angebot an Dienstleistungen stehe hier aber die BayWa den Landwirten partnerschaftlich an der Seite. Beispielsweise könnten sich die Landwirte mit dem Preisabsicherungssystem Landea gegen fallende Preise an den Agrarmärkte schützen und gleichzeitig von steigenden Preisen profitieren.
 

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