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Aus der Wirtschaft

In Arbeit: Herbizidtolerante Zuckerrüben

von , am
17.04.2012

Monheim - Bayer CropScience und die KWS Saat AG arbeiten gemeinsam an der Entwicklung herbizidtoleranter Zuckerrüben. Ohne den Einsatz von Gentechnik, wie beide Unternehmen betonen.

Landwirte sollten die Rübenbestände auf nesterweise welkendes Blatt in Augenschein nehmen. © Mühlhausen/landpixel
Bereits seit 2001 haben die beiden Unternehmen die Forschung über innovative Unkrautregulierung in Zuckerrüben aufgenommen. Konkret werden Sorten entwickelt, die gegenüber Herbiziden der Klasse der ALS-Hemmer tolerant sind. Dabei enthält das Erbgut der neuen Rübenpflanzen eine natürliche Veränderung an einem Enzym, das an der Biosynthese von essenziellen Aminosäuren beteiligt ist. Während der Entwicklung wurden Zuckerrüben mit di eser spontanen Veränderung im Erbgut gezielt ausgewählt und weiter gezüchtet.

Seit Jahren kein neuer Wirkstoff am Markt

Bei dieser Züchtungsmethode handele es sich nicht um ein gentechnisches Verfahren, wie Bayer und KWS unisono betonen. "Dieses System ermöglicht es, künftig neue Wirkstoffe auch in Zuckerrüben einzusetzen und wichtige Unkräuter mit geringen Aufwandmengen und wenigen Anwendungen kontrollieren zu können", sagte Christophe Dumont, Geschäftsspartenleiter von Bayer CropScience. Der Bedarf dafür sei hoch, da seit Jahren kein neuer Wirkstoff zur Unkrautkontrolle bei Zuckerrüben auf den Markt gekommen sei, so Dumont.

Bis zur Marktreife vergehen noch einige Jahre

Die herbizidtoleranten Sorten sollen weltweit vermarktet werden und den Landwirten in einigen Jahren zur Verfügung stehen. "Die neue Technologie wird die Wettbewerbsfähigkeit der Rübe deutlich verbessern und ermöglicht unseren Kunden, den Zuckerrübenanbau zukünftig noch erfolgreicher zu gestalten ", erläuterte Peter Hofmann, Leiter der Sparte Zuckerrübe bei KWS.
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