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Allgemeines

Bei ausreichender Wasserversorgung Bodenherbizide einsetzen

von , am
04.05.2011

Auf Standorten mit ausreichender Wasserversorgung sollten jetzt Bodenherbizide zur Unkrautregulierung eingesetzt werden. Auf trockenen Standorten sollte der Nachauflauf genutzt werden.

Bei Mais gezielten Nachauflauf nutzen
 
Nur wenige Standorte können sich über eine ausreichende Wasserversorgung freuen. Hier sollten jetzt gezielt Bodenherbizide zum Einsatz kommen. Selbst wenn der Mais erst im Auflauf ist, müssen die günstigen Bedingungen genutzt werden. In der Regel ist die Verunkrautung nicht besonders stark. Für viele Unkräuter war es bislang zu trocken. Bei ausreichender Feuchtigkeit können als Grundkomponente diverse Bodenherbizide zum Einsatz kommen. Das Flufenacet, das Metolachlor und das Terbutylazin eignen sich als Grundbaustein. Je nach vorhandenen Unkräutern können diese durch bromoxynilhaltige Präparate oder durch Mesotrione verstärkt werden.
 
Bei trockenen Bedingungen Nachauflauf nutzen
 
Auf den meisten Standorten ist die Wirkung der Bodenherbizide jedoch nach wie vor aufgrund der Trockenheit eingeschränkt. Hier muß der gezielte Nachauflauf genutzt werden. Kombinationen aus Mesotrione und Bromoxynil wirken relativ sicher und erweisen sich auch bei kühlen Temperaturen als relativ verträglich. Vom Einsatz von Sulfonylharnstoffen sollte in diesen Tagen abgesehen werden. Die relativ großen Tag/Nachtschwankungen und die Nachtfrostgefahr wirken sich besonders entwicklungsverzögernd aus. Sind auf einem Standort schwer bekämpfbare Hirsen (Blut oder Borstenhirse) vorhanden, sollte das Topramezone zum Einsatz kommen.

Herbizideinsatz in der Zuckerrübe

Aufgrund der kühleren Bedingungen müssen jetzt die Abstände bei den Herbizidspritzungen erweitert werden. Zum Teil sind zehn Tage auch bei trockenen Bedingungen ausreichend. Die längeren Abstände können zum Beispiel für Zwischenspritzungen gegen Gräser genutzt werden. Die warmen Temperaturen im April haben bereits zum verstärkten Auflaufen von Hirsen geführt. Zum Teil haben die Hirsen bereits das 3-Blattstadium erreicht. Die für diese Größe nötige Aufwandmenge der Spezial- Gräsermittel kann nicht mit der Standardherbizidmaßnahme kombiniert werden. Sie sollte stets im Abstand von zwei bis drei Tagen erfolgen. Bei vorangegangener Triflusulfuronspritzung muß der Abstand noch größer gewählt werden.
 
Bekämpfung von Disteln hinauszögern
 
Die Bekämpfung von Disteln sollte weiter hinausgezögert werden. Bei Nachttemperaturen unter 10 °C wirkt das Lontrel nicht nachhaltig. Die Disteln würden lediglich oberflächig verbrannt werden. Die Behandlung sollte deshalb erst erfolgen, wenn sich die Witterung wieder stabilisiert hat. Auf den trockenen Standorten muß immer noch auf die Blattwirkung gesetzt werden. PMP und DMP stellen die wichtigsten Partner dar. Eine verringerte Aufwandmenge von Metamitron bringt Sicherheit gegen Melde und Kamille. Vor allem bei größerem Klettenlabkraut oder Windenknöterich sollte zudem Triflusulfuron eingesetzt werden.
 
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