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BASF eröffnet neue Gentechnik-Labors

von , am
19.10.2013

Ludwigshafen/Gent - Der BASF-Konzern hat Ende der Woche im belgischen Gent neue Forschungsanlagen zur Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen offiziell in Betrieb genommen.

An dem Standort im belgischen Gent wird die Forschung mit Sojapflanzen ein zentraler Punkt sein. © Pressefoto BASF
Die rund 4.000 qm großen Räumlichkeiten aus Büros, Laboratorien und einem 600 qm messenden Gewächshaus auf dem Dach werden von der BASF-Tochter CropDesign genutzt. Am Standort Gent werden gentechnisch veränderte Pflanzen automatisiert auf ihre Eigenschaften untersucht. Die Region zählt zu den führenden Zentren der europäischen Pflanzenbiotechnologie-Forschung. Wie der Präsident von BASF Plant Science, Dr. Peter Eckes, anlässlich der Eröffnung hervorhob, konzentriert sich die Forschung auf Produktivitätssteigerungen. Im Vordergrund stehen mehr Ertrag, eine verbesserte Trockentoleranz und eine höhere Stickstoffeffizienz. Gearbeitet wird hauptsächlich mit Reispflanzen. Zielkulturen sind aber alle großen Ackerbaukulturen wie Weizen, Mais oder Soja.

Keine Anbauzulassungen für europäischen Markt

Die Pflanzen werden für den Anbau in Nord- und Südamerika sowie in Asien entwickelt. Anbauzulassungen für den europäischen Markt verfolgt die BASF seit fast zwei Jahren nicht mehr. Eckes betonte die ökonomischen Vorteile gentechnisch veränderter Pflanzen für die Landwirtschaft. Als Beispiel verwies er auf eine 2012 in den USA erstmals kommerziell angebaute trockentolerante Maissorte, die gemeinsam mit Monsanto gezüchtet wurde. Im Vergleich zu herkömmlichen Maissorten erbrachte der transgene Mais unter den letztjährigen Dürrebedingungen im corn belt durchschnittlich 5 bushel mehr Ertrag je Hektar. Hochgerechnet auf die gesamte Maisfläche im Mittleren Westen hätte dies laut Eckes einem Mehrerlös von 3 Mrd. $ für die Landwirte bedeutet. 

Forschung in Nordamerika und der EU

"Seit der Übernahme durch BASF im Jahre 2006, hat sich die Belegschaft von CropDesign verdoppelt, unsere Räumlichkeiten wurden zu eng. Jetzt haben wir mehr Platz für den wissenschaftlichen Austausch und zum Testen neuer Technologien", sagte Wim van Camp, Managing Director CropDesign. "Mit unserer Technologieplattform TraitMillTM zur phänotypischen Untersuchung von Pflanzen testen wir jährlich mehr als 140.000 Reispflanzen und identifizieren für unsere globalen Projekte ertragssteigernde Eigenschaften - sogenannte Traits - im Pflanzengenom."
 
Die internationale Zentrale von BASF Plant Science befindet sich im Research Triangle Park in North Carolina, USA. Das Unternehmen fokussiert sich auf die Hauptmärkte für Anwendungen der Pflanzenbiotechnologie in Nord- und Südamerika sowie Asien. BASF Plant Science betreibt Forschung an zwei Standorten in Nordamerika und an drei europäischen Standorten in Gent, Berlin und Limburgerhof. Letzen Monat eröffnete BASF eine 25 Millionen Euro teure Erweiterung im Research Triangle Park für Innovationen in den Forschungsbereichen Pflanzenschutz und Pflanzenbiotechnologie.
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