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BASF und Meiji Seika Kaisha entwickeln neues Insektizid

von , am
02.06.2010

Limburgerhof - Die japanische Meiji Seika Kaisha Ltd. und die BASF SE haben die gemeinsame Entwicklung eines neuen Insektizids vereinbart.

© Julius-Sucha/Fotolia

Wie die BASF dazu weiter berichtete, trägt das Insektizid die Kennziffer ME5343 und soll gegen stechende und saugende Schädlinge zum Einsatz kommen. Im Rahmen des Vertrages erhalte man von Meiji eine weltweit gültige ausschließliche Lizenz - ausgenommen die Länder Japan, Taiwan und Südkorea - zur Entwicklung und Vermarktung des neuen Insektizids, erklärte die BASF. Das Insektizid sei im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts von Meiji und The Kitasato Institute entdeckt worden und repräsentiere sowohl eine neue Chemikalienklasse als auch einen neuen Wirkmechanismus.

Neue Chemikalienklasse und neue Wirkmechanismus  

Die chemische Verbindung weise eine hohe Wirksamkeit bei der Bekämpfung von Blattläusen, Weißen Fliegen und bestimmten Schildlaus-, Wollschildlaus- und Zikadenarten auf, und zwar auch bei jenen, die eine Resistenz gegen andere Pflanzenschutzmittel entwickelt hätten. Das neue Insektizid solle 2014 in Japan und 2015 in den übrigen Märkten eingeführt werden. Es sei für den Einsatz im Gemüse-, Obst- und Weinanbau sowie für Reihenkulturen und Zierpflanzen geeignet und habe sich als wirksames Mittel in der Blätter-, Saatgut- und Bodenanwendung gezeigt.

Günstige Umwelteigenschaften 

Das neu entwickelte Insektizid habe zudem einen geringen Einfluss auf die Umwelt und Nicht-Zielorganismen einschließlich anderer Gliederfüßler sowie Säugetiere. Es werde erwartet, dass es auch die weltweit stetig strenger werdenden behördlichen Auflagen erfülle, die den Einsatz anderer Pflanzenschutzmittel einschränkten oder ganz verböten. Laut Angaben von BASF wird Meiji Seika 2012 die Zulassung in Japan beantragen. Der deutsche Chemiekonzern will im Jahr darauf die Zulassung in den USA, in Brasilien und in der Europäischen Union erwirken. (AgE)

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