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Forst

Bayerische Staatsforsten: Gutes Ergebnis trotz globaler Holzmarktkrise

von , am
22.10.2009

München - Eine positive Bilanz für ihren Wald und ihr Unternehmen haben die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) für das Geschäftsjahr 2009 gezogen.

© agrarfoto.com

Weit über die Fachplanungen hinaus sei in die Pflege und Erneuerung der Wälder investiert worden, betonten die Staatsforsten in einer Pressemitteilung. Bei der Anlage von Neukulturen hätten die bayerischen Staatswaldförster das Soll um fast 30 Prozent übertroffen und mehr als 11 Millionen Bäume gepflanzt. Bei der Pflege junger Wälder hätten sie die Anforderung um fast 670 ha übertroffen. Insgesamt nähmen die Vorräte im Staatswald und die Staatswaldfläche weiter zu. Die Holznutzungen blieben mit 4,66 Millionen cbm Holz unter dem jährlichen Zuwachs von 6,1 Millionen cbm.

Gewinn von 35,1 Millionen Euro erwirtschaftet

Die Wohlfahrtswirkungen des Staatswaldes seien durch zahlreiche Erholungsprojekte und -kooperationen weiter verbessert worden. Durch das im Mai 2009 veröffentlichte Naturschutzkonzept für die Gesamtfläche von 805.000 ha werde künftig ein wesentlicher Beitrag zur Bayerischen Biodiversitätsstrategie geleistet. Trotz einer reduzierten Holzverkaufsmenge, eines Preisdrucks auf den Holzmärkten aufgrund der globalen Wirtschaftskrise und nach Erfüllung aller forstfachlich notwendigen Waldpflegemaßnahmen könnten die Bayerischen Staatsforsten einen Gewinn nach Steuern von 35,1 Millionen Euro ausweisen; im Geschäftsjahr 2008 seien es 62,0 Millionen Euro gewesen.

Deutlich weniger Holz als 2008 verkauft

Die Bayerischen Staatsforsten erwirtschafteten rund 90 Prozent ihres Umsatzes über den Holzverkauf. Das Plus sei zwar deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahr, aber viel besser als während des Geschäftsjahres prognostiziert. Mit 4,8 Millionen Festmetern (Fm) Holz wurden rund 600.000 Fm Holz weniger verkauft als im Geschäftsjahr 2008. "Wir schneiden kein gutes Holz in einen schlechten Markt", so der Vorstandsvorsitzendem Dr. Rudolf Freidhager. Fallende Holzpreise seien nicht durch höhere Nutzungen kompensiert, sondern die Einschlagsmengen reduziert worden.

Fläche von 3.000 Fußballfeldern angepflanzt

Das Waldunternehmen habe die in der forstlichen Fachplanung festgelegten Ziele für die Wiederbegründung von Wäldern deutlich übertroffen, betonte BaySF-Vorstand Reinhardt Neft. Auf mehr als 2.600 ha, also etwa der Fläche von 3.000 Fußballfeldern, seien aktiv Bäume gepflanzt worden. Ein Anteil von 85 Prozent dieser Bäume seien Laubbäume und Tannen gewesen. Neft wertete das als Beleg, "wie ernst wir es mit dem Waldumbau meinen". Auch bei der Pflege junger Wälder hätten die Bayerischen Staatsforsten das Soll deutlich übererfüllt. Mit knapp 8.300 ha sei der drittbeste Wert in diesem Jahrzehnt erreicht worden. (AgE)

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