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E-Pura Verfahren

BayWa investiert 2,4 Millionen Euro in elektronische Beizung

elektronische Beizung
am Dienstag, 08.01.2019 - 13:18

Der Münchener Handels- und Dienstleistungskonzern BayWa bedient mit seiner Investition in eine neue Anlage für elektronische Saatgutbehandlung die steigende Nachfrage der Landwirte nach innovativen Pflanzenschutztechnologien.

Die BayWa AG investiert in Ostdeutschland 2,4 Millionen Euro in eine neue Anlage für elektronische Saatgutbehandlung nach dem etablierten E-Pura Verfahren. Die neue Anlage ist mobil und soll an mehreren BayWa-Standorten in der Agrarspartenregion Ost eingesetzt werden. Die elektronische Saatgutbehandlung ist eine Alternative zur chemischen Beizung.

Behandeltes Saatgut für konventionellen und ökologischen Landbau

In der vom Fraunhofer Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) entwickelten Technologie werden keine chemischen Pflanzenschutzmittel verwendet. Elektronenbehandeltes Saatgut ist sowohl für den konventionellen als auch für den ökologischen Landbau geeignet. Das Verfahren wird aktuell bei Getreidekulturen wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Triticale, aber auch bei der Behandlung von Mais und Leguminosen eingesetzt.


 

Keine Preisunterschiede zum chemischen Verfahren

„Der Trend in der Saatgutproduktion ist eindeutig – nachhaltige Produktion und die Vermeidung des Einsatzes von chemischen Wirkstoffen nehmen an Bedeutung zu“, sagt André Weidauer vom Fraunhofer Institut.

Die Elektronenbehandlung von Saatgut erreiche nachweislich die gleichen Erträge wie konventionelle Saatware. 98 Prozent der Landwirte, die einmal elektronenbehandeltes Saatgut im Einsatz hatten, bauten dieses erneut an, erläutert Weidauer. Durch die nicht vorhandenen Gefahrstoffauflagen könne elektronenbehandeltes Saatgut außerdem flexibel gelagert und eingesetzt werden. Zudem sei es möglich, Saatgutreste als Futtermittel zu verwenden. Preisunterschiede zum chemischen Verfahren gebe es nicht.

Mit Material von BayWa