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Düngeverordnung

Berechnung der Stoffstrombilanz auf Basis von Lieferscheinen

Arbeit an Güllegrube
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Katharina Krenn, agrarheute
am
19.04.2017

Ab 2018 müssen viehstarke Betriebe eine Stoffstrombilanz erstellen. Wie diese neue Bilanz berechnet werden soll, ist noch offen. Das Thünen-Institut hat Vorschläge erarbeitet.

Der nun vorliegende Bericht, den Wissenschaftler des Thünen-Instituts erstellt haben, dokumentiert die Ergebnisse der Arbeitsgruppe zur Berechnung der Stoffstrombilanz nach Inkrafttreten der novellierten Düngeverordnung.

Die Arbeitsgruppe hat folgende Entscheidungsgrundlagen erarbeitet:

Berechnung der Stoffstrombilanz

  • Für die Bilanzierung von Nährstoffmengen sollen Lieferscheine bzw. Rechnungen herangezogen werden.
  • Für Düngemittel und Mischfuttermittel gibt es gesetzliche Vorgaben zur Deklaration, die eine genaue Berechnung der Nährstoffmengen ermöglichen.
  • Für Produktgruppen, für die keine Deklaration von Stickstoff bzw. Phosphor vorgeschrieben ist, sollen Ergebnisse aus Produktanalysen herangezogen werden.
  • Alternativ können Nährstoffgehalte bei eindeutiger Produktzuordnung aus bundesweit vereinheitlichten Tabellenwerken zu N- und P-Gehalten entnommen werden. 

Höhere Transparenz

„Rechnungen und Lieferscheine für die Berechnung der Zu- und Abfuhr von Nährstoffmengen heranzuziehen, erhöht die Transparenz von Nährstoffbilanzen und verbessert ihre Überprüfbarkeit“, so Dr. Susanne Klages, eine der Autorinnen des Berichts.

Gerade in Tierhaltungsbetrieben mit interner Verwertung der Wirtschaftsdünger könne die Bilanzierung aus Sicht vieler AG-Mitglieder verbessert werden, wenn anstelle des bisherigen Nährstoffvergleichs künftig die Nährstoffzufuhr und -abfuhr für den Gesamtbetrieb bilanziert wird. Dies liege daran, dass für den Nährstoffvergleich eine Schätzung der Nährstoffausscheidungen der Tiere und der selbst erzeugten Futtermittel vorgenommen wird, die häufig mit großen Unsicherheiten verbunden ist. 

Kritisch haben viele AG-Mitglieder angemerkt, dass die Stoffstrombilanz für die Düngeberatung nur begrenzten Wert hat, da diese Bilanzform keine Einblicke in die innerbetrieblichen Nährstoffflüsse erlaubt.

Bewertung auf Basis von Brutto-Stickstoff-Salden

In der AG konnte kein Konsens darüber erzielt werden, wie die mit Hilfe der Stoffstrombilanz berechneten, betrieblichen Nährstoffüberschüsse bewertet werden sollen. Eine Mehrheit der AG-Mitglieder spricht sich für die Einführung einer neuen Bewertungsmethode auf Basis von Brutto-Stickstoff-Salden ohne Abzug von Verlusten aus.

Allerdings gab es keine Einigung auf einen konkreten Vorschlag. Konsens bestand dagegen darüber, dass in jedem Fall die Brutto-Salden ausgewiesen werden sollen und dass künftig auch Biogasbetriebe eine Stoffstrombilanz erstellen sollten.

Mit Material von Thünen Institut

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