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Marktüberblick

Beregnung: Vor- und Nachteile der aktuellen Technik

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
12.05.2016

Der Trend bei der Beregnung geht in Richtung Beregnungsmaschinen oder Großanlagen. Hier eine Übersicht der aktuellen Technik.

Mit modernen Sensoren können die Wassergaben von Beregnungsanlagen heute dem tatsächlichen Bedarf der Pflanzen angepasst werden. Aktuell gibt es auch erste Praxiserfahrungen mit teilflächenspezifischer Beregnung.

Im agrarmanager gibt es einen Überblick der momentan verwendeten Technik.

Rohr-Schlauch-Beregnung

  • für kleinere Flächen (Gemüseanbau) und zur Frostschutzberegnung im Frühkartoffel- und Obstanbau
  • sehr hoher Arbeitsaufwand
  • ausbringen auch sehr kleiner Wassermengen möglich

Roll-Regner

  • kostengünstig
  • hoher Arbeitsaufwand
  • Qualitätsanforderungen an die Wasserverteilung werden nicht immer erfüllt
  • relativ hohe Wasserverluste
  • wird nach und nach durch modernere Technik ersetzt

Rohrtrommel-Beregnungsmaschinen

Bei Schlauchlängen von 300 bis 600 m und einer nutzbaren Arbeitsbreite bis 75 m ist diese Technik flexibel und für alle Schlaggrößen und -formen einsetzbar. Der Arbeitsaufwand ist recht hoch, die Wasserverluste sind gering.

Diese Regner können, außer mit Starkregnern, auch mit Düsenwagen kombiniert werden. Dadurch wird die Verteilungsgenauigkeit verbessert. Momentan in Deutschland häufig eingesetzte Variante der Beregnungstechnik.

Linear- und Kreisberegnungsmaschinen

Besonders die Kreisberegnungsmaschinen zeichnen sich durch

  • eine kontinuierliche Arbeitsweise,
  • einen sehr geringen Arbeitsaufwand,
  • sehr niedrige Wasserverluste und
  • eine mögliche Automatisierung aus.

Sie stellen aber größere Anforderungen an die Schlaggröße und -form und sind daher nicht überall einsetzbar. Lange Pachtverträge sind notwendig, weil es eine stationäre Anlage ist.

Tropfbewässerung

Eine Technik, die sich im Gemüse- und Obstanbau erfolgreich durchgesetzt hat. Ein großer Vorteil der Tropfbewässerung ist die Nichtbenetzung von oberirdischen Pflanzenteilen bei der Wasserapplikation, damit sinkt das Risiko von Pilzinfektionen.

Gleichzeitig können kontinuierlich Nährstoffe direkt an die Pflanzen zugeführt werden;

  • geringste Wasserverluste
  • sehr gute Verteilgenauigkeit
  • eine Automatisierung ist möglich
  • Installation und Abbau erfordern einen hohen Arbeitskräfte- und Kostenaufwand
  • bodennahe Ausbringung
  • bessere Qualität
  • man kann früher mit der Beregnung beginnen
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