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Bodenproben: Grundnährstoffe und Nmin-Proben, so geht's

© Mühlhausen/landpixel
von , am
07.04.2015

Als Landwirt sollten Sie wissen, welche Grundnährstoffe in Ihrem Boden vorhanden sind. Wichtig ist das insbesondere für die anstehende Düngung und den Cross Compliance-Nachweis.

Die Untersuchung auf Phosphor und pH-Wert ist alle sechs Jahre neu zu dokumentieren. © Mühlhausen/landpixel
Nach dem Liebig-Prinzip bestimmt jener Nährstoff das Wachstum einer Pflanze, der im Minimum vorhanden ist. Eine Grundnährstoffanalyse ist daher wichtig und sollte - neben dem pH-Wert - vor allem für Phosphor, Kalium und Magnesium durchgeführt werden. Zusätzlich können weitere Analysen für Spurennährstoffe wie Mangan, Kupfer, Zink, Natrium, Bor und Humusgehalt durchgeführt werden.

Bodenanalyse: Sechs Gehaltsklassen

Der optimale pH-Wert für das Wachstum von Kulturpflanzen ist von der Bodenart abhängig:
  • Tonige und lehmige Böden benötigen einen höheren pH-Wert als beispielsweise sandige Böden.
  • Ackerland erfordert einen höheren pH-Wert als das Grünland.
Damit die Bodenversorgung mit Nährstoffen wie Phosphor, Kalium und Magnesium richtig gedeutet werden kann, weisen die Bodenanalysenergebnisse folgende Gehaltsklassen aus:
  • A: sehr niedriger Wert, stark erhöhte Düngung nötig
  • B: niedriger Wert, erhöhte Düngung nötig
  • C: optimal, lediglich Erhaltungsdüngung nötig
  • D: hoher Wert, künftig verringerte Düngung
  • E: sehr hoher Wert, keine Düngung nötig
  • F: extrem hoher Wert, keine Düngung
Grundsätzlich sollte die Gehaltsklasse C angestrebt werden. Die Untersuchung auf Phosphor und den pH-Wert ist nach Düngeverordnung für alle landwirtschaftlich genutzten Flächen, die größer als 1 ha sind, alle sechs Jahre neu zu dokumentieren.

Bodenproben korrekt entnehmen

Für die Grundnährstoffe-Analyse benötigen Sie: Bohrstock, Eimer, Pappschachteln oder Papiertüten.Vor der Entnahme der Bodenproben größere Schläge in Teilstücke von eins bis drei ha unterteilen. Auf jeder Teilfläche 16 Einstiche vornehmen, das Bodenmaterial gründlich im Eimer vermischen und in eine Pappschachtel füllen.
Die Tiefe der Probennahme soll der Bearbeitungstiefe entsprechen:
  • Ackerland: 25 bis 30 cm
  • Grünland: etwa 15 cm
Die Pappschachteln oder- tüten werden mit Namen und laufender Nummer beschriftet. Danach wird das Entnahmeprotokoll ausgefüllt. Die Nummerierung der Pappschachteln muss mit der Nummer auf dem Protokoll übereinstimmen. Gewünschte Analysen und eventuell Zusatzuntersuchungen angeben. Anschließend die Proben direkt beim Labor abgeben oder zuschicken.

Nmin-Proben: 3 Bodenschichten

Für die Nmin-Proben werden drei verschiedene Eimer für drei Bodenschichten verwendet. Die Proben werden in unterschiedlichen Tiefen entnommen:
  1. 0 bis 30 cm
  2. 30 bis 60 cm
  3. 60 bis 90 cm
Die Proben werden an 16 Einstichen pro Schlag genommen und in die entsprechenden Eimer gefüllt. Anschließend werden die Proben der gleichen Tiefe vermischt und in  beschriftete Beutel (mit Angabe der Tiefe) gefüllt und verschlossen. Die Proben dürfen sich nicht erwärmen, da sonst die Ergebnisse verfälscht werden. Die Proben daher so schnell wie möglich abliefern oder im Kühlschrank zwischenlagern. Für den Transport können Sie eine Kühltasche verwenden.  

Vom Traktor bis zum Roboter: DIE "Maschinen des Jahres"

In siebzehn Kategorien wurde die "Maschine des Jahres" auf der Sima 2015 in Paris ausgezeichnet. Auf dem Bild ist der Sieger Challenger 775E aus der Kategorie 'Traktor XXL'. Unter 'XXL' fallen Schlepper über 400 PS. (Foto: Eder/traction) © Foto: Eder/traction
In der Kategorie 'Traktor XL' (280 - 400 PS) holte sich der Magnum Case IH 380 den Titel "Maschine des Jahres". (Foto: Case IH) © Case IH
Traktor Oberklasse: In der Klasse von 180 bis 280 PS gewann der Traktor Valtra T. (Foto: Eder/traction) © Eder/traction
Traktor obere Mittelklasse: Der Sieger der Klasse 120 - 180 PS ist der Traktor Kubota M7. (Foto: Eder/traction) © Eder/traction
Traktor untere Mittelklasse: In der Traktor-Klasse unter 150 PS gewann der Fendt 300 Vario. Foto: (Eder/traction) © Eder/traction
Der Sieger bei den Kompakttraktoren ist der New Holland Boomer T54D. Foto: (Eder/traction) © Eder/traction
In der Kategorie Mähdrescher ging der Titel "Maschine des Jahres" an den Tucano von Claas. (Foto: Claas) © Claas
Häcksler: Ein weiterer Sieger ist der selbstfahrende Feldhäcksler John Deere 8000. (Foto: John Deere) © John Deere
In der Kategorie Kartoffel- und Zuckerrübenernte gewinnt Ropa Tieger 5 den begehrten Titel. (Foto: Ropa) © Ropa
Futterernte: Der Landtechnikhersteller Claas räumte in diesem Jahr zwei Auszeichnungen ab. Neben dem Mähdrescher Tucano überzeugte auch das Mähwerk Disco Maxicut 9210. (Foto: Claas) © Claas
Die Ballenpresse Vicon Fast Bale wurde in der Kategorie 'Pressen' prämiert. (Foto: Eder/traction) © Eder/traction
In der Kategorie Bodenbearbeitung setzte sich der Grubber Väderstad Opus gegen seine Mitbewerber durch. (Foto: Eder/traction) © Eder/traction
Die Sämaschine Kuhn Espro zählt ebenfalls zu den 'Maschinen des Jahres 2015'. (Foto: Eder/traction) © Eder/traction
Pflanzenschutz: In diesem Bereich haben die Technikredakteure des dlv mit ihren Kollegen die Spritze Caruelle Stilla 460 ausgewählt. (Foto: ah) © ah
Ladetechnik: Der Merlo Teleskoplader Active Modular geht ebenfalls mit einem ersten Platz nach Hause. (Foto: Eder/traction) © Eder/traction
Elektronik: Der Hersteller Agrotronix bekam eine Auszeichnung in der Kategorie Elektronik mit dem Display-System VHT. Das System ist kompatibel für Fahrzeuggespanne und Geräte mit Eigenantrieb. Die Windschutzscheibe wird zum Display: Dort werden die Informationen der Geräte gut sichtbar abgebildet. (Foto: Agrotronix) © Agrotronix
Sonderpreis: Der Carre-Anatis-Roboter von Carre Sas wird für die mechanische Unkrautbekämpfung - insbesondere in der Öko-Landwirtschaft - eingesetzt. (Foto: Eder/traction) © Eder/traction
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