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Forst

Bodenseeländer beurteilen Holzmarkt-Situation positiv

von , am
28.09.2010

Bubendorf/Wien - Waldbesitzervertreter aus Österreich, Bayern, Baden-Württemberg, Frankreich und der Schweiz trafen einander zu den traditionellen Holzmarktgesprächen der Bodenseeländer.

© makuba/Fotolia

Es wurden die aktuelle Situation und die weitere Entwicklung des Rundholzmarktes analysiert. Während in den Jahren vor der Finanz- und Wirtschaftskrise die Rund- und Schnittholzpreise von einer weltweit starken Nachfrage getragen waren, wird die diesjährige Preisentwicklung hauptsächlich mit dem unterdurchschnittlichen Angebot von Nadelrundholz in Europa und weniger durch einen großen Bedarf auf den Schnittholzmärkten begründet.

Rundholzpreise im Euroraum gestiegen

Als Folge des geringen Rundholzangebotes stiegen die Preise im Euroraum. In der Schweiz erreichten die Erlöse, beeinflusst durch die Kursentwicklung des Frankens gegenüber dem Euro, nicht ganz das gleiche Niveau. Den guten Rahmenbedingungen entsprechend, hat die Holzernte regional schon vor der traditionellen Haupteinschlags-Saison eingesetzt. Auch viele private Waldbesitzer nahmen ihre Einschlagstätigkeit wieder auf. Die Rundholzversorgung der Sägewerke hat sich gegenüber dem ersten halben Jahr im Süden Bayerns und in Österreich bereits wesentlich verbessert. Im Nordosten Frankreichs, in Baden-Württemberg und der Schweiz ist sie derzeit noch angespannt und durch eine hohe Nachfrage von Sägerseite geprägt.

Laubrundholz: Höherer Mengenbedarf

Beim Laubrundholz wird allgemein von einem höheren Mengenbedarf als in der vergangenen Saison ausgegangen. Erste Abschlüsse über Buchenstammholz liegen über den Preisen des Vorjahres. Im China-Exportgeschäft ist eine Nachfragebelebung erkennbar. Eiche wird ebenfalls wieder besser nachgefragt - vor allem gute Fassholz-Qualität. Die Laubrundholzpreise bewegen sich auf einem für den Waldbesitzer noch unbefriedigenden Niveau. Ohne Preissteigerung wird vor allem bei der Buche der Stammholzanteil sinken und vermehrt der industriellen und thermischen Verwertung zugeführt.

Dynamik im Energieholzmarkt

Industrieholz erfreut sich generell einer hohen Nachfrage. Die Papier-, Zellstoff- und Spanplattenwerke produzieren unter hoher Auslastung. Die Preise wurden für praktisch alle Sortimente auf ein konkurrenzfähiges Niveau zum Energieholz angehoben. Beim Energieholz wird eine anhaltend gute Nachfrage festgestellt, die sich mit dem Beginn der Heizperiode noch verstärken wird.

Rundholzversorgung verbessert

Aufgrund der attraktiven Rahmenbedingungen hat sich die Rundholzversorgung der Sägewerke verbessert. Bei der Beurteilung der weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung haben jedoch die Unsicherheiten auf den Absatzmärkten wieder zugenommen. Eine wesentliche Steigerung der Nachfrage nach Rundholz wird daher nicht erwartet, auch wenn sie regional, durch die Produktionsaufnahme der beiden stillgelegten Klausner-Werke, eher zunehmen wird.

Holzeinsatz bei Neubauten

Im Hinblick auf das erste Quartal 2011 werden stabile Rahmenbedingungen als Voraussetzung für eine weitere positive Entwicklung der Rund- und Schnittholzmärkte angesehen. Trotz einer unbefriedigenden Entwicklung der Bauwirtschaft scheint der Holzeinsatz bei Neubauten stärker zu sein als die allgemeine Baukonjunktur vermuten lässt, so die Experten. (aiz)

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