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Wetterkapriolen

Brandenburg prüft Hilfen für wettergeschädigte Landwirte

Hund im Getreidefeld
© Sabine Schönfeld/fotolia
von , am
02.08.2017

Angesichts extremer Wetterlagen prüft die brandenburgische Landesregierung derzeit Möglichkeiten, betroffenen Landwirten zu helfen.

Nach langanhaltendem Dauerregen insbesondere im Nordosten Brandenburgs stehen viele Agrarflächen unter Wasser. Die Ernte wird sich vielerorts verzögern. Auf einigen landwirtschaftlichen Nutzflächen droht sogar ein Totalausfall, weil diese und insbesondere auch Grünland extrem unter Wasser stehen.

Ministerpräsident Dietmar Woidke betonte: "Uns ist bewusst, wie kompliziert die Situation vor Ort ist. Die Landesregierung wird die Landwirte nicht allein lassen. Um ihnen zu helfen, werden wir alle zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten nutzen.“ Das Agrarministerium kündigte für den 11. August eine gemeinsame Beratung mit den Landwirtschaftsämtern und Verbänden zu Unterstützungsmöglichkeiten für geschädigte Landwirte an.

Schäden werden dokumentiert

Die Schäden sollen jetzt gemeinsam mit den Landwirtschaftsämtern schnell erfasst und dokumentiert werden. Brandenburgs Agrarministerium werde dafür kurzfristig ein einfaches Formblatt zur Verfügung stellen, erklärte die Agrarstaatssekretärin Carolin Schilde.

"Nur auf Grundlage einer genauen Dokumentation können wir gemeinsam mit dem Bund und anderen betroffenen Ländern erörtern, wie Landwirten geholfen werden kann. Dieses Verfahren wurde in vergleichbarer Weise auch für die Frostschäden im Obstbau angewandt", erklärt die Staatssekretärin.

Nachweise müssen erbracht werden

Hilfsprogramme sind laut Angaben des Ministeriums an bestimmte Voraussetzungen gebunden. So müsse bei Missernten nachgewiesen werden, dass mehr als 30 Prozent des durchschnittlichen Ertrags der vergangenen drei Jahre ausgefallen sind. Zudem werde geprüft ob vom Landwirt selbst hinreichend Vorsorge etwa durch den Abschluss geeigneter Versicherungen getroffen wurde.

Mit Material von mlul

Land unter: Wetterchaos und Starkregen

Land unter in Niedersachsen
Peter war mit seiner Drohne inklusive Kamera in Niedersachsen unterwegs und zeigt uns schlimme Bilder. © ah/Peter Otrzonsek
Maisfeld überflutet
Stefan fotografierte die prekäre Situation in seiner Gegend. Dieses Maisfeld ist stark überflutet. © ah/Stefan Rabe
Rinderstall überschwemmt
Petra aus Broistedt in Niedersachsen zeigt uns ein Bild ihrer Rinderweide: "Alle anderen Weiden sehen auch so aus!" © ah/Petra Wolters
Getreidefeld im Starkregen
Mehr Wasser als Feld sieht man auf den Flächen von Christian aus Northeim. © ah/Christian Müller
Feldweg überflutet
Auch die Feldwege bei Christian sind komplett überschwemmt. © ah/Christian Müller
Feld im Regen
Ein trauriger Anblick, der sich Christian hier in Südniedersachsen bietet. © ah/Christian Müller
Flut nach Starkregen
Ole aus Groß Godems in Mecklenburg-Vorpommern schreibt uns: "Gottseidank ist der Damm zu unserer Koppel nicht gebrochen. Dort stehen aber dennoch einige Seen. Jetzt scheint aber endlich die Sonne!". Christian aus Gardessen in Niedersachsen war ebenfalls mit der Kamera unterwegs, um die Überschwemmungen festzuhalten. © ah/Ole Kurze/Christian Hundt
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