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Forst

Brandenburg: Waldzustand etwas schlechter

von , am
24.01.2014

Potsdam - Die märkischen Wälder profitierten in den letzten Jahren von günstigen Witterungsbedingungen. Insgesamt hat sich der Waldzustand aber trotzdem leicht verschlechtert.

Brandenburger Waldzustandsbericht 2013 erschienen. © Mühlhausen/landpixel
Das geht aus dem Waldzustandsbericht 2013 hervor, den Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger in Potsdam vorgestellt hat. Demnach sind vor allem die ausreichende Niederschlagsversorgung und insgesamt günstige Temperaturen im Jahresverlauf dafür verantwortlich, dass der Gesundheitsstatus des märkischen Waldes trotz großer Probleme mit Schadinsekten insgesamt weiterhin gut ist. Nach Angaben der Autoren ist der Anteil der Bäume ohne Schäden gegenüber der letzten Erhebung jedoch um vier Prozentpunkte auf zuletzt 53 Prozent gesunken.

Kiefern leiden unter Insektenbefall

Das schwächere Gesamtergebnis wird im aktuellen Waldzustandsbericht vor allem auf den veränderten Kronenzustand der Kiefer zurückgeführt, die im vergangenen Jahr rund 74 Prozent des brandenburgischen Baumbestands ausmachte. Fast 55 Prozent der Kiefern wurden laut Bericht 2013 als schadensfrei klassifiziert, was einen Rückgang von 10 Prozentpunkten ausmacht. Die Verschlechterung wird von den Fachleuten des Landeskompetenzzentrums Forst Eberswalde vor allem auf die derzeitige Massenvermehrung von Schadinsekten im Nadelbaumbestand zurückgeführt.

Gesündere Eichen

Die Eiche hat dagegen nach Angaben des Prüfberichts von der feuchten Witterung im Frühjahr 2013 profitiert und konnte sich im Durchschnitt wieder etwas erholen. Gegenüber dem Vorjahr ist der Anteil gesunder Eichen von 10 Prozent auf zuletzt 29 Prozent gestiegen.
 
Der Anteil deutlicher Schäden soll um drei Prozent zurückgegangen sein. Die Eberswalder Fachleute stellen jedoch fest, dass der Anteil deutlicher Schäden mit 37 Prozent nach wie vor sehr hoch ist. Dafür sollen neben Witterungsextremen auch intensive Fraßschäden durch verschiedene Schadinsekten und mit dem nachfolgenden Befall pilzlicher Schaderreger wie Eichenmehltau verantwortlich sein.

Drei Viertel aller Buchen sind gesund

Der Gesundheitsstatus der märkischen Buchen hat sich den Waldberichtsangaben zufolge im vergangenen Jahr deutlich verbessert. Hier wurden bei den Stichprobenuntersuchungen rund drei Viertel aller Bäume als schadfrei klassifiziert, nachdem der entsprechende Wert in den Vorjahren zwischen 30 Prozent und 40 Prozent geschwankt hatte. Die Autoren des Brandenburger Waldzustandsberichts weisen aber darauf hin, dass flächenrepräsentative Aussagen zur Buche aufgrund ihrer geringen Anzahl im Stichprobennetz nur bedingt zu treffen sind.
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