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Wettbewerb

CeresAward 2020: Die Finalisten der Kategorie Ackerbauer

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am Freitag, 31.07.2020 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Diese Landwirte sind für die Shortlist des CeresAward 2020 in der Kategorie Ackerbauer nominiert.

Im Herbst ist es wieder soweit. Dann steht fest, welcher der 30 Finalistinnen und Finalisten des CeresAward 2020 den begehrten Titel des Landwirt des Jahres 2020 gewinnen wird. Momentan liegt es noch an der Jury, die aus Vertretern aus Unternehmen und Verbänden sowie Redakteuren von agrarheute besteht, den Finalisten auf ihren Höfen auf den Zahn zu fühlen. Halten die Bewerbungen, was sie versprechen? Unterstützt wird der CeresAward auch in diesem Jahr wieder von Hauptsponsor Deutz-Fahr.

Ernst Lütje aus Wasbüttel (Niedersachsen)

Ernst Lütje leistet Pionierarbeit mit einer tropischen Pflanze: in der Heide kultiviert er wärmeliebende Süßkartoffeln. Der Landwirtschaftsmeister aus Wasbüttel im Kreis Gifhorn wirtschaftet dazu mit zwei Berufskollegen. Gemeinsam führen sie mehrere Gesellschaften, die erfolgreich Kartoffeln vermarkten.

Ziel ist es, die Höfe breit aufzustellen und ein hohes Maß an Spezialisierung zu erreichen, „also einen diversifizierten und trotzdem spezialisierten Betrieb zu haben“, so der 45-Jährige. Insgesamt bauen die Gesellschafter auf 612 ha Getreide, Raps, Rüben, Mais, Zwiebeln und rund 90 ha Kartoffeln an, davon sind allein 4 ha Süßkartoffeln. Mit ihrer Ware sind die Erzeuger „so dicht wie möglich am Kunden“. Die süßen Knollen vermarkten sie zum größten Teil über Edeka.

Stefan Leichenauer aus Tengen-Uttenhofen (Baden-Württemberg)

„Regional ist ideal“, sagt Stefan Leichenauer aus dem südbadischen Uttenhofen. Die Erzeugnisse seines 145-ha-Lauterbachhofs versucht er alle direkt zu vermarkten. Seinen E-Weizen verkauft er zum Beispiel an eine benachbarte Mühle. Bei den Fleischrindern kooperiert er mit einem Metzger vor Ort, seinen Dinkel vermarktet er an einen regionalen Nudelhersteller, für seine Sommergerste sucht er eine Brauerei.

Seine Flächen liegen nicht unbedingt in einer Gunstregion. Auch deswegen setzt der 41-Jährige auf Nachhaltigkeit. Er schwenkt in Richtung Hybridlandwirtschaft, nutzt Kompost oder Bodenhilfsstoffe und striegelt sein Getreide, um Herbizide zu sparen. Gleichzeitig pflegt er die Landschaft, zum Beispiel Flächen ökologisch wertvollen Magerrasens.

Mathias Maier aus Schönberg (Bayern)

Mathias Maier ist ein Tüftler. „Fachlich und ökonomisch“ optimiert seinen Familienbetrieb mit 50 ha Acker, 20 ha Grünland, 140 Mastbullen und 18 ha Forsten im Kreis Mühldorf. So setzt er kein Glyphosat mehr ein und baut auf Zwischenfrüchte. Dafür hat der 40-Jährige eine Säeinheit an seinen Pflug gebaut: „Der erste Pflug, der säen kann“, so der Bayer. Das Besondere an der Eigenbaulösung: zwei Tanks, einen für kleinere, feinsamige Saaten und einen für grobkörnigere Leguminosen. Die Zwischenfruchtmischungen sorgen für besseren Erosionsschutz in seiner maisbetonten Region. Und sie fördern die Humusbildung. Auch beim Futter für die Bullen setzt Maier auf selbst Erzeugtes: er verfüttert eigene Sojabohnen.

Alle News und Impressionen rund um die Hofbesuche bekommen Sie auf der Facebook-Seite und der Instagram-Page des CeresAward.

Impressionen vom CeresAward aus Berlin

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