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Chile will GVO-Anbau generell zulassen

von , am
20.05.2010

Santiago de Chile - Der seit März amtierende neue Landwirtschaftsminister in Chile, José Antonio Galilea , will sich für den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in dem lateinamerikanischen Staat stark machen.

© Sandra Cunningham/fotolia

Zeitungsberichten zufolge soll bis Juli ein neuer Gesetzentwurf mit Einzelheiten vorgelegt werden. Nach der derzeitigen Regelung ist in Chile lediglich der Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut für den Export erlaubt. Damit werde die Wettbewerbsfähigkeit der chilenischen Landwirte gegenüber ihren Kollegen in den USA, Kanada, Argentinien oder Brasilien deutlich eingeschränkt, begründete Galilea seine Initiative. Derzeit entwickelten chilenische Wissenschaftler gentechnisch veränderte Pfirsiche, um deren Haltbarkeit zu verlängern, so Galilea.

Der neue Leiter des Agrarressorts ist 48 Jahre alt und saß bereits als Abgeordneter des Parlaments unter anderem im Ausschuss für Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft. In seinem Amt unterstützt wird er von Staatssekretär Álvaro Crozat. (AgE)

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