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Nach Monsantos Übernahmeplänen

Chinesischer Konzern nimmt Syngenta ins Fadenkreuz

Syngenta Logo
dpa
am
13.11.2015

Offenbar plant der chinesische Konzern ChemChina die Übernahme von Syngenta. Beide Unternehmen äußern sich bislang nicht zu den Gerüchten.

Nur zweieinhalb Monate nach der abgesagten Übernahme durch den US-Konkurrenten Monsanto ist der schweizerische Agrochemiekonzern Syngenta einem dpa-Bericht zufolge erneut ins Fadenkreuz eines Kaufwilligen geraten. Der chinesische Chemiekonzern ChemChina habe in Gesprächen ein Angebot von 449 Schweizer Franken je Aktie auf den Tisch gelegt, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Schweizer hätten aber mit Verweis auf regulatorische Risiken abgelehnt. Vertreter von Syngenta und ChemChina reagierten nicht auf die Bitte um Stellungnahme.

Syngenta mit 38,6 Milliarden Euro bewertet

Der Angebotspreis entspricht einer Prämie von fast 30 Prozent auf den Schlusskurs der Syngenta-Aktie am Donnerstag von 345,90 Franken. Syngenta würde damit mit 41,7 Milliarden Franken (38,6 Milliarden Euro) bewertet. Die Gespräche zwischen den Schweizern und den Chinesen gingen trotz der Ablehnung des Angebotes weiter, berichtet die dpa. Eine Vereinbarung könnte in den kommenden Wochen erzielt werden.

Syngenta spreche auch mit weiteren Interessenten. Die Verhandlungen könnten aber auch scheitern und Syngenta sich für eine Eigenständigkeit entscheiden. Der US-Agrarkonzern Monsanto hatte Ende August die geplante Übernahme des schweizerischen Konkurrenten abgeblasen. Monsanto begründete dies mit dem ungebrochenen Widerstand der Schweizer.

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