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Pflanzenschutzmittel

In diese Wirkstoffgruppen investierten die Landwirte in 2015

IVA/Nicoleta Culiuc/agrarheute
am
28.04.2016

Im Vergleich zu 2014 ist der Inlandsumsatz beim Verkauf von Pflanzenschutzmitteln in 2015 leicht zurückgegangen. In welche Produkte die Landwirte wieviel investierten, lesen Sie hier.

Wie aus dem Jahresbericht des Industrieverband Agrar e. V. (IVA) hervorgeht, belief sich der Netto-Inlandsumsatz aus dem Verkauf von Pflanzenschutzmitteln im Jahr 2015 auf 1,592 Milliarden (Mrd.) Euro. Im Vergleich zum Vorjahr mit 1,600 Mrd. Euro bedeutet das einen Rückgang von 0,5 Prozent im Direktgeschäft zwischen den im IVA organisierten Unternehmen der deutschen Pflanzenschutz-Industrie und dem -Großhandel.

Platz 1 (nach Umsatz in Euro): Fungizide

Der Umsatz mit Fungiziden stieg 2015 im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 711 Millionen Euro.

Grund: Dies beruht laut IVA insbesondere auf einer verstärkten Nachfrage auf allen Handelsebenen und der Landwirtschaft.

Der Gesamtverbrauch von Getreidefungiziden ist im Vergleich zu 2014 hingegen gesunken.

Platz 2: Herbizide

Der Herbizidumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent auf 636 Millionen Euro gesunken.

Grund: Das Marktumfeld sei von der in der medialen Öffentlichkeit sehr intensiv geführten Debatte um den Wirkstoff Glyphosat gekennzeichnet, so der IVA.

Platz 3: Insektizide

Der Insektizidumsatz lag 2015 mit 134 Millionen Euro um 10,7 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.

Gründe:

  • In den Rapskulturen traten im Frühjahr Rapsglanzkäfer und Rüssler seltener auf als im Vorjahr. Im Herbst standen im Raps keine neonikotinoidhaltigen Beizen zur Verfügung.
  • Der Rapserdfloh musste 2015 weniger intensiv bekämpft werden als 2014.
  • Insektizidanwendungen im Getreide konnten im Frühjahr 2015 reduziert werden, da Blattläuse seltener auftraten als im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Platz 4: 'Sonstige' Pflanzenschutzmittel

Der Umsatz der "sonstigen" Pflanzenschutzmittel wie beispielsweise

  • Wachstumsregulatoren,
  • Rodentizide
  • und Molluskizide

stieg um 18,1 Prozent auf 111 Millionen Euro.

Grund: Bei den Wachstumsregulatoren haben der Vegetationsstart und die geringen Warenbestände in der Distribution zu einem frühen Bedarf geführt.

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