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Direktsaat: Das sind die Vor-und Nachteile

von , am
04.09.2015

Die Direktsaat ist für Winterraps und Winterweizen gut geeignet. Allerdings sind spezielle Sämaschinen erforderlich, die Schlitze für das Saatgut öffnen. Die Vor- und Nachteile im Überblick.

Bei der Direktsaat werden spezielle Sämaschinen verwendet. Auf dem Bild ist die Sprinter NT von Horsch. © Horsch
Bei der Direktsaat verzichtet der Landwirt komplett auf eine Bearbeitung und Lockerung des Bodens. Der Eingriff in den Boden erfolgt bei diesem Verfahren nur zur Ablage des Saatgutes. Weil der Boden nicht mehr gewendet wird, kann die Direktsaat als eine besonders extensive Form der konservierenden Bodenbearbeitung betrachtet werden.
Im Unterschied zur konservierenden Bodenbearbeitung (Bodenbearbeitung ohne Pflugeinsatz) wird der Boden jedoch bis auf das Öffnen der Säschlitze zur Aussaat nicht mehr bearbeitet.

Vor-und Nachteile des Direktsaat-Verfahrens

Wie in einem Leitfaden über das Direktsaatverfahren der Landwirtschaftskammer in Nordrhein-Westfalen beschrieben wird, hat das Direktsaat-Verfahren sowohl Vorteile als auch Nachteile.
 
Vorteile:
  • Verbesserter Wasserhaushalt und sehr günstige Wirkung gegen Bodenabtrag
  • Geringere horizontale Verlagerung von Nährstoffen und Pflanzenschutzmitteln
  • Gute Befahrbarkeit
  • Höhere Aggregatstabilität
  • Geringerer Energie- und Arbeitszeitbedarf
  • Hohe Flächenleistung
  • Geringere Verfahrenskosten
Nachteile:
  • Abtrocknen der Flächen
  • Oberflächenerwärmung im Frühjahr verzögert
  • Höhere Anforderungen an Management und Pflanzenbau
  • Einsatz von Totalherbiziden ist notwendig
Die Direktsaat wird meistens nur bei bestimmten Fruchtarten-wie zum Beispiel Winterweizen nach Winterraps- durchgeführt.

Wirkungen: Direktsaat vs. Bodenbearbeitung

Direktsaat: 
  • Tiefe des Eingriffes: zwei bis fünf cm (Saattiefe)
  • Häufigkeit der Eingriffe: gering 
  • Organische Masse an der Oberfläche: hoch
  • Technische Lockerung: keine
  • Biologische Aktivität: hoch
Bodenbearbeitung (wendend):
  • Tiefe des Eingriffes: 15-35 cm
  • Häufigkeit der Eingriffe: hoch
  • Organische Masse an der Oberfläche: keine
  • Technische Lockerung: hoch
  • Biologische Aktivität: gering

Spezielle Direktsaatmaschine: Sprinter NT von Horsch

Die Sämaschine für die Direktsaat Pronto NT funktioniert nach dem Prinzip der offenen Furche ... © Horsch
... bei diesem Prinzip wird das Saatgut in feuchten Erdschichten abgelegt und dann mit zwei bis drei Zentimetern Erde bedeckt und angedrückt. © Horsch
Horsch entwickelte die Sprinter NT speziell für Direktsaat in kontinentalen Klimazonen ... © Horsch
... das heißt auch in Regionen mit geringen Niederschlägen in der Wachstumsphase der Pflanzen. © Horsch
Die Baureihe Sprinter NT umfasst drei verschiedenen Direktsaatmaschinen: Sprinter 11 NT, Sprinter 15 NT, und Sprinter 24 NT. © Horsch
Deren Arbeitsbreiten liegen bei 10,80, 15,00 und 24,00 Metern. © Horsch
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