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DRV korrigiert Ernteschätzung kräftig nach oben

© landpixel
von , am
14.08.2014

Der Deutsche Raiffeisenverband rechnet seiner jüngsten Ernteschätzung zufolge jetzt mit einer Getreideernte in Höhe von 50,1 und einer Rapsernte von 6,1 Millionen Tonnen.

Marktbeobachter erwarten weitere Aufwärtskorrekturen bei den Ernteschätzungen in den USA. © www.landpixel.de
Der Deutsche Raiffeisenverband hat seine Ernteerwartung für Deutschland noch einmal kräftig nach oben korrigiert. Bei Getreide rechnet der DRV jetzt mit einer Ernte in Höhe von 50,1 Millionen Tonnen (Mio. t). Damit läge das Ergebnis 2014 sowohl deutlich über dem Vorjahreswert von 47,8 Mio. t als auch über dem Fünfjahresschnitt von 45,6 Mio. t.
 
Für Raps erwartet der Verband eine Erntemenge von knapp 6,1 Mio. t nach 5,8 Mio. t im Vorjahr. Diese letzte DRV-Schätzung für 2014 stützt sich auf die vom Statistischen Bundesamt am 1. August veröffentlichten Daten zu den Aussaatflächen sowie eigene Einschätzungen zu den Erträgen.

Über fünf Prozent mehr Weizen

Der DRV rechnet mit einer Winterweizenernte von knapp 26 Mio. t (+5,4 % zum Vorjahr). Dieses Plus ist in erster Linie auf eine Ausweitung der Anbaufläche zurückzuführen (+3,5 %).
 
Bei Wintergerste geht der Verband von 9,2 Mio. t aus. Damit wird das Vorjahresergebnis um zehn Prozent übertroffen. Dieser Zuwachs ist vor allem auf einen deutlichen Anstieg der durchschnittlichen Hektarerträge um acht Prozent auf 74,8 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) zurückzuführen.
 
Beim Winterroggen geht der DRV weiterhin von einer im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Erntemenge in Höhe von knapp 3,9 Mio. t aus. Grund dafür ist eine um knapp 20 Prozent niedrigere Anbaufläche.

Beim Mais prognostiziert der DRV trotz einer leicht rückläufigen Anbaufläche (-3,3 %) weiterhin aufgrund deutlich höherer Durchschnittserträge eine Erntemenge von knapp fünf Millionen Tonnen (+13,7 %).

Niedrigere Proteinwerte in Weizen und Braugerste

Trotz teilweise witterungsbedingter Unterbrechungen befindet sich die Getreideernte mittlerweile auf der Zielgeraden. Hinsichtlich der Qualitäten geht der DRV bei einer bundesweiten Betrachtung gegenwärtig von durchschnittlichen bis guten Ergebnissen aus.
 
Allerdings weist der deutsche Weizen wie auch anderenorts in Europa oftmals niedrigere Proteinwerte als im Vorjahr auf. Das gleiche Phänomen ist auch bei der Braugerste insbesondere im Norden Deutschlands zu beobachten. Hier werden teilweise Werte gemessen, die nicht den Mindestanforderungen der Malz- und Brauindustrie entsprechen.

Weitere Meldungen zur Ernte in Deutschland können Sie in unseren Themendossier nachlesen. Klicken Sie hier ...

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