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DRV prognostiziert überdurchschnittliche Raps- und Getreideernte

© landpixel
von , am
12.06.2014

Der Deutsche Raiffenverband schätzt die diesjährige Raps- und Getreideernte jetzt noch besser ein, als in seiner vorangegangenen Prognose. Bei Getreide rechnet er mit 48,3 und bei Raps mit 5,9 Millionen Tonnen.

Die Wintergerstenvermehrung wurde um rund 1.700 ha reduziert. © Mühlhausen/landpixel
Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) erwartet in seiner neues Ernteprognose eine überdurchschnittliche Ernte von 48,3 Millionen Tonnen (Mio. t) Getreide. Dieser Wert liegt um etwa 0,7 Mio. t über der Mai-Schätzung und übersteigt das Ergebnis des Vorjahres von 47,8 Mio. t leicht.
 
Grund für diese Anpassung sind insbesondere die aufgrund der weiterhin günstigen Wetterbedingungen höher bewerteten Hektarerträge.

Gute Ertragsaussichten für Weizen

Die Weizenernte schätzt der DRV derzeit auf 25,1 Mio. t nach 24,6 Mio. t im Vormonat. Bei Wintergerste erwartet der DRV bei einer geringfügig gestiegenen Anbaufläche weiterhin mit knapp 8,7 Mio. t eine etwas höhere Menge als zum Vorjahr (8,4 Mio. t). Beim Roggen wird wie im Vormonat mit 3,8 Mio. t gerechnet. Dies ist im Vergleich zu 2013 ein Rückgang um nahezu 20 Prozent, der fast ausschließlich auf einen deutlichen Rückgang der Anbaufläche zurückzuführen ist. Bei Sommergerste prognostiziert der DRV bei einer Anbaufläche auf Vorjahresniveau eine Erntemenge von gut 1,9 Mio. t. Dies wäre nur ein leichter Rückgang zum Vorjahr von knapp zwei Prozent.
 
Beim Raps erwartet der Verband bei einer Anbaufläche von 1,45 Millionen Hekar (Mio. ha) derzeit eine Erntemenge leicht über Vorjahresniveau von gut 5,9 Mio. t. Im Vormonat hatte der Verband noch gut 5,6 Mio. t geschätzt. Grund für diese Anpassung sind ebenfalls die höher angesetzten Hektarerträge.

Gerste reift schnell ab

Der Entwicklungsvorsprung der Getreide- und Rapsbestände beträgt im Schnitt weiterhin zirka zwei Wochen. Die Abreife der Gerste schreitet vor allem in den Frühdruschregionen zügig voran. Sollte sich das warme Sommerwetter fortsetzen, werden dort bald die Erntearbeiten beginnen.
 
Global wächst nach aktuellen Prognosen eine Getreideernte heran, die mengenmäßig leicht hinter dem Rekordergebnis des Vorjahres zurückbleibt. Es wird erwartet, dass Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht stehen. Auch für Weizen, die in Deutschland bedeutsamste Getreideart, wird global eine ausgeglichene Bilanz erwartet.

Vegetationsreport: Blattläuse im Weizen

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