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Düngung

Düngeverordnung: Das müssen Sie beim Phosphat beachten

Birgit Apel, LWK Nordrhein-Westfalen
am
21.02.2017

Die geplanten Verschärfungen zum Phosphateinsatz betreffen besonders den Maisanbau in Veredlungsregionen. Wir fassen die wesentlichen Knackpunkte zusammen.

1. Zulässigen Phosphor-Saldo absenken:

Nach derzeit noch gültiger Düngeverordnung ist als Ergebnis des Nährstoffvergleichs nach Feld-Stall-Bilanzmethode ein P-Saldo von +20 kg P2O5/ha im Mittel von sechs Jahren zulässig. Dieser Kontrollwert wird auf +10 kg P2O5/ha abgesenkt. Allerdings gilt dieser zulässige P-Überhang nur für Flächen mit einer P-Versorgung von bis zu 20 mg P2O5 je 100 g Boden.

2. P-Gehalte im Boden berücksichtigen

Für die Phosphatversorgung der Pflanzen gilt weiter die pflanzenbedarfsbezogene Mengenbemessung. Beim Berechnen des P-Bilanzsaldos hat das Einbeziehen des aktuellen P-Gehalts im Boden eine entscheidende Bedeutung. Bei einer P-Versorgung von über 20 mg P2O5 je 100 g Boden nach CAL-Methode darf maximal die Höhe der P-Abfuhr gedüngt werden. Das bedeutet, dass auf diesen Flächen der zulässige P-Saldo bei +/-0 liegt.

3. Plausibilisierte Feld-Stall-Bilanz einführen

Bei der  Plausibilisierten Feld-Stall-Bilanz werden die Futtererträge über die Zahl der Tiere (Wiederkäuer) und deren durchschnittliche Grobfutteraufnahme berechnet. Ein Schätzen der Erträge wie bisher ist nicht mehr möglich. Wurden die Erträge früher zu hoch eingeschätzt, kann die neue Bilanzmethode mit den berechneten und gegebenenfalls niedrigeren Erträgen zu einer geringeren N- und P-Abfuhr von der Fläche führen. Die Folge ist ein höheres N- und P-Bilanzsaldo.

4. Auflagen in "roten" Gebieten einhalten

Mögliche weitergehende Regeln zum P-Einsatz in belasteten Gebieten sind:

  • das Begrenzen der zulässigen P-Düngermenge unter P-Abfuhr (= bei negativer P-Bilanz),
  • das Verbot des Ausbringens von P-haltigen Düngern,
  • die Sperrfrist für das Ausbringen von P-haltigen Düngern in eutrophierten „roten“ Gebieten vom 15. November bis 1. Februar (Verlängerung um vier Wochen möglich).

 

Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin März 2017 erschienen.

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