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Trockenheit

Dürreschäden: Mecklenburg meldet 531 Millionen Euro

geerntetes Feld
am Dienstag, 14.08.2018 - 14:33 (Jetzt kommentieren)

Bis zum 24. August sollen alle Länder die Höhe der Schäden durch die Dürre geschätzt haben. Mecklenburg Vorpommern meldet 531 Millionen Euro.

Die durch die anhaltende Trockenheit verursachten Schäden in der Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns werden sich nach aktuellen Hochrechnungen auf etwa 531 Millionen Euro belaufen. Das gab Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus auf der Landespressekonferenz am 14. August in Schwerin bekannt.

Aus Sachsen-Anhalt wurden bereits Schäden in Höhe von 237 Millionen Euro gemeldet, im Norden wird mit mehr als 400 Millionen Euro gerechnet.


 

Einnahmeverlusten von rund 360 Euro je Hektar Mähdruschfläche

Bereits konkret zu benennen seien die Einnahmeverluste aus den Mindererträgen bei Mähdruschfrüchten. Sie belaufen sich auf fast 280 Millionen Euro. Das entspricht Einnahmeverlusten von rund 360 Euro je Hektar Mähdruschfläche im Vergleich zu den Durchschnittseinnahmen je Hektar in drei der fünf zurückliegenden Jahre. Bei den Mähdruschfrüchten liegen die Verluste je nach Bodenbeschaffenheit und Standort zwischen 25 und 30 Prozent. „Die Ernteergebnisse im Land stellen sich sehr differenziert dar. Auf leichten Böden sind zum Teil Totalschäden entstanden“, so der Minister.

Derzeit noch schwer kalkulierbar sind die Mehraufwendungen durch Futterzukäufe, die den Tierhaltern durch die dürrebedingten Ausfälle im Futterbau entstehen. „Der drohende Futtermangel wird erhebliche negative Auswirkungen auf die Tierproduktion des Landes haben“, erklärte Backhaus. Er befürchtet, dass durch Verkauf oder Schlachtung von Tieren aufgrund des Futtermangels die Tierbestände im Land weiter abnehmen.

Im Futterbau war der erste Schnitt wegen der anhaltenden Trockenheit unterdurchschnittlich, der zweite Schnitt gänzlich ausgefallen. Weiterer Grünfutterwuchs sei derzeit nicht absehbar.

 

 

 

Backhaus fordert Schadensbeihilfe für dürregeschädigte Landwirtschaftsbetriebe

„Damit haben die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern nach den enttäuschenden Jahren 2016 und 2017 das dritte schlechte Erntejahr in Folge zu verkraften“, so Backhaus. Nach seiner vorläufigen Einschätzung könnten 10 bis 20 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe in MV Einnahmeverluste in Höhe von über 30 Prozent zu verkraften haben.

„Ich werde weiter beim Bund auf Unterstützung für diese Betriebe drängen“, versicherte Backhaus. In Abstimmung mit weiteren dürrebetroffenen Bundesländern fordert Mecklenburg-Vorpommern die Auflage einer Schadensbeihilfe für dürregeschädigte Landwirtschaftsbetriebe, vor allem für Tierhalter.

Außerdem müssten Landwirte und Gesellschaft gemeinsam nach Lösungen suchen, um eine bezahlbare und solidarische Risikovorsorge einzurichten.

Mit Material von Ministerium für Landwirtschaft Mecklenburg Vorpommern

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