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Glyphosat-Zulassung

Echa-Gutachten: Glyphosat nicht krebserregend

Glyphosat auf Zwischenfrucht
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Katharina Krenn, agrarheute
am
15.03.2017

Aufgrund fehlender Einigkeit hat die Kommission die Glyphosat-Zulassung bis Ende 2017 verlängert und ein neues Gutachten in Auftrag gegeben. Nun ist das Ergebnis da.

Im Juni 2016 beschloss die EU-Kommission eine vorübergehende Verlängerung der Glyphosatzulassung für 18 Monaten. In diesem Zeitraum sollte die europäische Chemikalienagentur Echa Glyphosat einer erneuten Bewertung unterziehen. Das Gutachten soll die Grundlage für eine neue Abstimmung fungieren. Jetzt hat die Agentur Echa das Gutachten veröffentlicht und stuft darin den Wirkstoff als nicht krebserregend ein.

„Die verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse erfüllten nicht die Kriterien, um Glyphosat als krebserregend zu bewerten“, teilte die europäische Chemikalienagentur Echa am Mittwoch in Helsinki mit.

Alle Glyphosat-Studien bewertet

Der Ausschuss für Risikobeurteilung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur hatte dazu alle wissenschaftlichen Studien sowie die Bewertungen der Industrie unter die Lupe genommen, ebenso die Ergebnisse der öffentlichen Befragung im Sommer 2016. Das Gutachten bestätigt weiterhin die bereits geltende Einstufung, dass der Wirkstoff schwere Augenschäden verursachen kann und toxisch für Wasserlebewesen ist.

So geht es weiter

Die ECHA-Studie wird nun der EU-Kommission und den Mitgliedsländern zugeleitet und soll in die Entscheidung einfließen, ob der Wirkstoff Glyphosat Ende des Jahres weiter zugelassen werden kann. Die Chancen dafür sind nach Brancheneinschätzungen deutlich gestiegen.

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