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Energiepflanzen: Hoffnungsträgerin "Silphie"

von , am
13.10.2011

Oldenburg - Noch ist sie nur in Fachkreisen bekannt, doch die Durchwachsene Silphie ist auf dem besten Weg, sich in Niedersachsen als Energiepflanze einen Namen zu machen.

"Durchwachsene Silphie" weckt großes Interesse bei den Landwirten. © Mühlhausen/landpixel
Laut Aussage der Landwirtschaftskammer Niedersachsen haben in diesem Jahr 40 Landwirte die gelb blühende Pflanze auf insgesamt gut 40 Hektar zu Versuchszwecken angebaut. Die Ergebnisse sind ebenso vielversprechend wie in den letzten zwei Jahren.
 
Aufgrund ihrer großen Biomasseproduktion gilt die Pflanze mit dem ungewöhnlichen Namen und der botanischen Bezeichnung Silphium perfoliatum als potenzieller Energielieferant. Sie ist eine ausdauernde und mehrjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler und wird bis zu drei Meter hoch.

Nur gute Eigenschaften

Ursprünglich stammt die Silphie aus Nordamerika, sie lässt sich aber auch in Europa problemlos anbauen. Bemerkenswert ist auch ihre besondere Anpassung an trockene Standorte. Vorzugsweise wird sie auf kleineren oder verwinkelten Flächen angebaut oder als Randstreifen im Maisschlag. Hier kann sie zeitgleich mit dem Mais geerntet werden. Der Biomasseertrag von 13 bis 20 Tonnen pro Hektar ab dem zweiten Jahr kann sich sehen lassen.

Bienenweidepflanze Silphie

Ein weiterer Vorteil ist die Mehrjährigkeit der Silphie, denn dadurch fällt in den Folgejahren nach dem Anbau lediglich die Düngung an. Nicht zuletzt lockern die gelben Blüten das Landschaftsbild auf und werden auch von Imkern gern gesehen, da sie später als andere Kulturen blühen. In diesem Jahr übertraf die große Nachfrage der niedersächsischen Landwirte nach Jungpflanzen die Möglichkeit der Lieferanten. Und auch für die kommende Saison liegen bereits zahlreiche Anfragen vor.
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