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ErlebnisBauernhof: Wirkstoffverlust oder Verbraucherschutz?

von , am
24.01.2015

Beim Thema Pflanzenschutz gehen die Meinungen der Verbraucher und der Landwirte weit auseinader. Was für die einen unerlässlich ist, ist für manch anderen überflüssig.

Das heutige Thema auf dem grünen Sofa hat bei den Besuchern großes Interesse geweckt. Viele Zuschauer sind stehengeblieben und haben der Diskussion zugehört. Das Thema Pflanzenschutz scheint viele Verbraucher zu beschäftigen.
 
Dr. Helmut Schramm, Präsident des Industrieverbandes Agrar (IVA) bekommt an seinem Stand auf dem ErlebnisBauernhof ein überwiegend positives Feedback über den Einsatz von Pflanzenschutzmittel zu hören. Mit einer Simple-Show klärt der Industrieverband Agrar an seinem Stand die Verbraucher über die Zulassung und Verwendung von Pflanzenschutzmitteln auf. Dem eigentlichen Thema der Bühnenshow, nämlich dem Wirkstoffverlust im Pflanzenschutz, steht Schramm kritisch gegenüber.
 
Zum Schutz von Bienen hat die EU in einer Durchführungsverordnung die Verwendungszwecke dreier neonicotinoiden Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln eingeschränkt. Seitdem ist die Beizung im Raps mit diesen Wirkstoffen verboten. Schramm betonte allerdings, dass die Beizung im Raps keinerlei Gefahr für die Bienen darstelle.

Landwirt bekämpft Schädlinge im Raps jetzt von oben

Dr. Roland Solecki, vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weiß, dass es beim Verbraucher aber oft eine negative Einstellung gegenüber Pflanzenschutzmittel gebe. Man müsse klarmachen, dass bei einer bestimmungsgemäßen Anwendung von Pflanzenschutzmittel keine Gefahr für Mensch oder Tier ausgehe. Innerhalb der letzten 25 Jahre habe sich laut Solecki aufgrund strenger Regeln die Anzahl zugelassener Wirkstoffe von über 1.000 auf 450 reduziert.
Ulrich Löhr, ein praktizierender Landwirt antwortete auf die Frage, wie sich das Verbot der Beize beim Raps auswirke: "Die Schädlinge im Boden müssen jetzt mit chemischen Pflanzenschutzmitteln massiv von oben bekämpft werden". Bei der Widerzulassung der Neonicotinoide spielten für ihn nicht nur wissenschaftliche Logik sondern vor allem politisches Interesse eine Rolle.

ErlebnisCheck: Rund um das Thema Pflanzenschutz

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