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Ernte 2013: Bauern säen mehr Wintergetreide und Raps

von , am
21.12.2012

Wiesbaden - Wieviel Getreide haben Landwirte für die Ernte 2013 ausgesät? Das Statistische Bundesamt hat die aktuellen Zahlen veröffentlicht.

Nachdem ukrainische Landwirte den Rapsanbau wieder ausgedehnt haben, steht wieder mehr für den Export in die EU zur Verfügung. © Mühlhausen/landpixel
Auf 5,49 Millionen Hektar haben Landwirte für die kommende Ernte Wintergetreide ausgesät, Winterraps wächst auf 1,43 Millionen Hektar. Diese Zahlen hat das Statistische Bundesamt gestern veröffentlicht. Damit steigt die Anbaufläche für beide Kulturen.

Die Aussaatfläche von Wintergetreide steigt im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent (428.000 Hektar). Auch der Anbau von Winterraps nahm im November 2012 wieder zu, und zwar um zehn Prozent.
Hohe Auswinterungsschäden des Winters 2011/2012 hatten bei den im Herbst 2011 ausgesäten Winterkulturen zu einem deutlichen Rückgang der Anbauflächen im Erntejahr 2012 geführt.

Aussaatfläche aller Wintergetreidearten steigt

Alle Wintergetreidearten wurden gegenüber der Ernte 2012 wieder auf mehr Flächen ausgesät: Die stärksten Flächenausdehnungen gab es bei Wintergerste (1,21 Millionen Hektar) sowie Roggen und Wintermenggetreide (783.000 Hektar) mit jeweils elf Prozent.
 
Der Winterweizen, die nach wie vor wichtigste Getreideart in Deutschland, nahm eine Fläche von fast 3,1 Millionen Hektar ein. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 207.000 Hektar (sieben Prozent) gegenüber der Fläche im Frühjahr 2012.
 
Auch der Anbau von Triticale (Weizen-Roggen-Kreuzung) wurde um knapp sieben Prozent auf 397.000 Hektar erweitert.

Schleswig-Holstein steigert Winterraps-Anbau um knapp 89 Prozent

Die mit Winterraps bestellten Flächen nahmen in den meisten Bundesländern nur geringfügig zu. In Schleswig-Holstein erweiterten sich dessen Aussaatflächen jedoch um fast 89 Prozent auf 114.000 Hektar und in Mecklenburg-Vorpommern um knapp 24 Prozent auf 246.000 Hektar. Geringfügig zurückgegangen ist die Anbaufläche von Winterraps in Bayern und Thüringen mit jeweils Minus einem Prozent.
 
Das Statistische Bundesamt berechnet die Aussaatflächen auf Basis der Informationen von Ernteberichterstattern in den Bundesländern. Die Zahlen spiegeln also nur Anbautendenzen Winter, zudem können noch Auswinterungsschäden auftreten.
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